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Kritik: Untraceable


(2008-04-07 11:35:11)

Kritik: Untraceable


Untraceable ist ein Film, auf den ich durch einen extrem schlechten
Trailer aufmerksam wurde. Da jedoch im Kino keine gute Alternative kam,
biss ich in den sauren Apfel und schaute mir den Film an.

Er war überraschend gut. Im Gegensatz zum Trailer kein Splatterfilm
(zumindestens nicht durchgehend), sondern ein erstaunlich nüchterner,
melancholischer Film über einen Verbrecher, der Leute quält und
umbringt. Obwohl für das Szenario keine Erklärung nötig gewesen wäre,
wird eine geliefert, die trotzdem den Film nicht verdirbt, wie sonst
üblich. Mit gutem Willen kann man sogar Medienkritik erkennen, die
jedoch sehr einseitig geführt wird.

Auch die frühe Einführung des Täters nimmt nicht die Spannung, im
Gegenteil, sie erhöht sie sogar. Diane Lane als Ermittlerin spielt sehr
gut, sie drückt mit einem Stirnrunzeln, einer Geste soviel aus, dass es
eine Freude ist, richtige Schauspieler an der Arbeit zu sehen. Noch dazu
ist die die Frau von Josh Brolin, da habe ich in kurzer Zeit die ganze
Familie gesehen.

Joseph Cross ist als Bösewicht gut, wenngleich er eine etwas schlechtere
Rolle hat. Er macht das Beste draus. Die restliche Besetzung ist
ordentlich mit einem erstaunlich nervfreien Kind. Da habe ich wohl in
letzter Zeit Glück mit Kinderrollen.

Wenn etwas zu kritisieren ist, dann das Ende, das passt nicht wirklich
zum Rest des Films, der sehr realistisch daherkommt. Aber das ist
Jammern auf hohem Niveau.

Fazit: trotz des Trailers ein sehr guter Film, fesselnd, Techtalk,
schauspielerisch gut.
--
Online mit Links: http://ekkart.de/rauhesitten/?pE6


Ekkart Kleinod
(2008-04-07 11:07:49)

Kritik: Untraceable



Tomi Li
(2008-04-07 11:07:49)

Kritik: Untraceable


Ekkart Kleinod tat schreiben tun:
>
> Er war überraschend gut. Im Gegensatz zum Trailer kein Splatterfilm
> (zumindestens nicht durchgehend), sondern ein erstaunlich nüchterner,
> melancholischer Film über einen Verbrecher, der Leute quält und
> umbringt. Obwohl für das Szenario keine Erklärung nötig gewesen wäre,
> wird eine geliefert, die trotzdem den Film nicht verdirbt, wie sonst
> üblich. Mit gutem Willen kann man sogar Medienkritik erkennen, die
> jedoch sehr einseitig geführt wird.

Gutes Handwerk, in der Tat. Ich war sogar überrascht, daß
das Technobabel durchaus Sinn hatte. Okay, einige Sachen
waren natürlich simplifiziert, aber eben nicht dieser frei-
erfundene Quatsch, mit dem sonst gern das Internet mysti-
fiziert wird.

Der Trailer bekommt zumindest ein partielles Lob, da er zwar
viel aber dann doch nicht alles verraten hat und die Umsetzung
des Endes war auch gelungen. Kein Meisterwerk, aber mal wieder
solides Handwerk. Ich habe mich im Sneak weder gelangweilt
noch geärgert.


CoBi
--
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Cornell Binder
(2008-04-07 15:13:42)

Kritik: Untraceable


Cornell Binder wrote:

>Gutes Handwerk, in der Tat. Ich war sogar überrascht, daß
>das Technobabel durchaus Sinn hatte.

Echt? Ich wollte da schon deshalb nicht rein weil ich dachte, dass das
bestimmt wieder so ein hanebücherener Quatsch ist, dass es mir den
Spaß verdirbt. Dann geb ich dem vielleicht doch ne Chance... hier in
der Genend läuft sonst eh gerade nix dolles, was ich noch nicht kenne
:-(


Grüße

woffi


Wolfgang Krietsch
(2008-04-07 14:25:50)

Kritik: Untraceable


Wolfgang Krietsch tat schreiben tun:
> Cornell Binder wrote:
>
>>Gutes Handwerk, in der Tat. Ich war sogar überrascht, daß
>>das Technobabel durchaus Sinn hatte.
>
> Echt?

Ja. Da die Handlung jetzt nicht so kompliziert ist und auch
der Einsatz von Movie OS eher moderat ist, habe ich mal zuge-
hört was uns da alles zum Thema Netzwerke und Co erzählt wird.

Es gibt da durchaus ein paar Punkte wo man bestimmte Aktionen
anders machen könnte, aber das kann man nicht zwangsläufig
als Fehler des Filmes auslegen sondern eher mit Unwissen der
Akteure erklären. :)








PARTIELLER SPOILER














So wird zB festgestellt, daß der Nameserver der fraglichen
Domain ständig andere IPs ausspuckt und man so die Website
nicht sperren könne, da es Dutzende Mirror gibt, etc. Soweit
vernünftig erklärt.

Nur stellte ich mir da die Frage, ob man dann nicht einfach
den entsprechenden DNS-Server blockieren sollte. Denn ich
denke mal, daß man auch für .com Einträge nicht im
Sekundentakt Updates rausschicken kann, die neue (unblockierte)
DNS-Server enthalten.

Aber hey, dann würde die Handlung nicht weitergehen. :)


CoBi
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Cornell Binder
(2008-04-08 09:10:50)

Kritik: Untraceable


Cornell Binder wrote:

>
>
>So wird zB festgestellt, daß der Nameserver

Schon dass sie überhaupt so eine Erklärung liefern und nicht einfach
von einem ominösen "geheimen Tool, dass ein genialer hacker zue
Erlangung der Weltherrschafft geschrieben hat" faseln, ist ja ein
Indiz für ungewöhnliche technische Kompetenz für so einen Film.


Grüße

woffi


Wolfgang Krietsch
(2008-04-08 11:06:13)

Kritik: Untraceable


Ekkart Kleinod tat kund:

> Untraceable ist ein Film, auf den ich durch einen extrem schlechten
> Trailer aufmerksam wurde. Da jedoch im Kino keine gute Alternative kam,
> biss ich in den sauren Apfel und schaute mir den Film an.
> Er war überraschend gut.

Merksatz: Guter Trailer -> Schlechter Film, Schlechter Trailer -> Guter Film.
Das war schon immer so, das wird auch immer so sein.


Andre Timmer
(2008-04-08 11:33:16)

Kritik: Untraceable


Andre Timmer wrote:

> Merksatz: Guter Trailer -> Schlechter Film, Schlechter Trailer -> Guter Film.
> Das war schon immer so, das wird auch immer so sein.

Leider gibt es da auch Ausnahmen. Nicht viele, aber immerhin. (Für mich:
Starship Troopers und Cloverfield, um mal zwei Beispiele zu nennen) Und
was ist mit so lala-Trailern wie für Indy 4? Wird dann der Film auch lala?

Gruß, Ekkart.


Ekkart Kleinod
(2008-04-08 09:54:30)

Kritik: Untraceable


Andre Timmer tat schreiben tun:
> Ekkart Kleinod tat kund:
>
>> Untraceable ist ein Film, auf den ich durch einen extrem schlechten
>> Trailer aufmerksam wurde. Da jedoch im Kino keine gute Alternative kam,
>> biss ich in den sauren Apfel und schaute mir den Film an.
>> Er war überraschend gut.
>
> Merksatz: Guter Trailer -> Schlechter Film, Schlechter Trailer -> Guter Film.
> Das war schon immer so, das wird auch immer so sein.

Dem möchte ich widersprechen. Natürlich gibt es schlechte
Filme die versuchen mit einem guten Trailer einen guten Film
vorzutäuschen, aber daraus läßt sich nicht der Umkehrschluß
ableiten.


Was ich persönlich als Erfahrung gemacht habe, ist das
schlechte Komödien oft die besten Lacher in den Trailer
packen. Allerdings erkennt man das oft zu spät. Man sollte
zwar gewarnt sein, wenn richtig gute Lacher im Trailer auf-
tauchen, aber Merksätze würde ich nicht draus ableiten.

Apropos Merksatz. Meet The Spartans muß ja eine Superkomödie
gewesen sein, wenn man den unterirdischen Trailer zur Hand
nimmt.

CoBi
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Cornell Binder

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