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Re: Kritik: I am legend
Re: Kritik: I am legend
lutz feustel wrote:
>Rucksichtsvoll gegenueber all jenen, die sich nicht durch eine
>Rot13-Wueste durchkaempfen wollen, weil jede Kleinigkeit ja irgendwie
>ein Spoiler sein koennte.
Es hat niemand gefordert, jede Kleinigkeit zu spoilern - das fände ich
auch
albern, und auch wenn hier versucht wird, mir durch Überzeichnung so eine
Idee anzudichten, ist das schlicht Quatsch.
Aber das Ende von Geschichten, die relativ stark davon leben, wie es
ausgeht, würde ich auch bei alten Sachen nicht ohne Spoilerwarnung (was
nicht ROT13 sein muß) ausplaudern. Bei Geschichten wie Psycho, Fight
Club,
dancer in the Dark, Usual Suspects ... verdirbt man jemandem, der die
Geschichte noch nicht kennt, ohne Not den Spaß. Ich glaube nicht, dass
sich
irgendwer daran stören würde wenn man hier verrät, dass Hanks
und Meg Ryan
am Ende von Sleepless in Seattle ein Paar sind oder das Hidalgo das Rennen
durch die Wüste gewinnt.
Aber auch und gerade in einem Fall wie IAL, wo man erfährt, dass das Ende
im Buch anders ist und eine Menge Leute unter Garantie erst jetzt auf die
Idee kommen, das Buch zu lesen, finde ich es extrem unhöflich
unnötig.
>Wenn man das vielleicht noch lesen wollte und beim diskutieren
>zufaellig das Ende des Buches erfaehrt, dann ist das bloed, gebe ich
>zu, trotzdem aber doch ein Einzelschicksal.
Aber eben ein leicht vermeidbares, bei dem man IMHO nicht
übermäßig schlau
sein muss, um daran zu denken und es zu umgehen.
>Kein Grund hier jede
>belanglose Kleinigkeit mit Spoilerspace zu versehen und die Gruppe so
>unlesbar zu machen.
Wenn tatsächlich jemand gefordert hätte, das bei jeder belanglosen
Kleinigkeit zu tun, gäbe ich Dir unumwunden Recht. nur gehts darum nicht.
Bye
woffi
--
Und dein Rechtschreibfeler ist so peinlich, daß er dringend korregiert
gehöhrte. Die meißten Leute merken das nähmlich; es dauert noch
ein
bischen, bis deine Schreibung Standart wird.
- Volker Gringmuth in de.rec.musik.machen
Re: Kritik: I am legend
Re: Kritik: I am legend
Wolfgang Krietsch :
> Aber das Ende von Geschichten, die relativ stark davon leben, wie es
> ausgeht, würde ich auch bei alten Sachen nicht ohne Spoilerwarnung
(was
> nicht ROT13 sein muß) ausplaudern.
Da ich das Buch gerade lese: Nein, vom Ende lebt es irgendwie überhaupt
nicht. Interessant ist die Hauptfigur, die sich Überlebensfähigkeit
und
Erkenntnis mühsam erarbeiten muß (es ist eine der beiden massiven
Fehlentscheidungen des Films, Robert Neville zum Militär und
Wissenschaftler zu machen) und die Suche nach einer Erklärung (die zweite
ist es, die Ursache des Desasters bereits im Prolog zu benennen). Ob
Neville am Ende überlebt oder nicht ist eigentlich einzig und allein eine
formale Frage nach Happy End oder nicht. Das Buch lebt allerdings von der
Zeit vor der Beantwortung dieser Frage (der Film leider nicht).
Ich habe mich gestern im Kino trotzdem ganz passabel unterhalten gefühlt.
Rainer
Re: Kritik: I am legend
On 27/01/08 0:31, in article xcgg8rzyu7h2.p66mlryh8hmb.dlg@40tude.net,
"Rainer Georg Blankenagel" wrote:
> Wolfgang Krietsch <Wolfgang Krietsch
:
>
>> Aber das Ende von Geschichten, die relativ stark davon leben, wie es
>> ausgeht, würde ich auch bei alten Sachen nicht ohne
Spoilerwarnung (was
>> nicht ROT13 sein muß) ausplaudern.
>
> Da ich das Buch gerade lese: Nein, vom Ende lebt es irgendwie
überhaupt
> nicht. Interessant ist die Hauptfigur, die sich
Überlebensfähigkeit und
> Erkenntnis mühsam erarbeiten muß (es ist eine der beiden
massiven
> Fehlentscheidungen des Films, Robert Neville zum Militär und
> Wissenschaftler zu machen) und die Suche nach einer Erklärung (die
zweite
> ist es, die Ursache des Desasters bereits im Prolog zu benennen). Ob
> Neville am Ende überlebt oder nicht ist eigentlich einzig und allein
eine
> formale Frage nach Happy End oder nicht. Das Buch lebt allerdings von der
> Zeit vor der Beantwortung dieser Frage (der Film leider nicht).
Das wirklich Interessante an den Buch sind IMHO die letzten vier Absätze,
von "Then sudden(...)" an. Das Buch lebt davon, wie es den Leser
dahinführt.
Ob der Protagonist stirbt oder nicht ist völlig unerheblich.
--
Joe Kotroczo kotroczo@mac.com
Re: Kritik: I am legend
Wolfgang Krietsch wrote:
>>Rucksichtsvoll gegenueber all jenen, die sich nicht durch eine
>>Rot13-Wueste durchkaempfen wollen, weil jede Kleinigkeit ja irgendwie
>>ein Spoiler sein koennte.
> Es hat niemand gefordert, jede Kleinigkeit zu spoilern -
Vielleicht nicht jede Kleinigkeit, aber genau die Kleinigkeit die
einen eventuell betreffen könnte. Und da man nie genau weiss, welche
das sein soll, müsste man dann fast alles spoilern.
Das ging soweit, dass schon gefordert wurde, dass man nicht mal mehr
über den cast ungespoilert schreiben soll (ok, war nicht hier, sondern
nebenan in TV).
> das fände ich auch
> albern, und auch wenn hier versucht wird, mir durch Überzeichnung so
eine
> Idee anzudichten, ist das schlicht Quatsch.
Na wie würden dann deine Vorschläge aussehen? Bisher hatte ich dich
so
interpretiert, dass man alles spoilern soll, von dem irgendjemand
sich gespoilert fühlen könnte, und nicht nur Sachen von denen man
selber glaubt, das sie den Spass verderben könnten.
> Aber das Ende von Geschichten, die relativ stark davon leben, wie es
> ausgeht,
Na wunderbar. Dann fällt der konkrete Fall schonmal weg, wo ist dann
das Problem?
> würde ich auch bei alten Sachen nicht ohne Spoilerwarnung (was
> nicht ROT13 sein muß) ausplaudern. Bei Geschichten wie Psycho, Fight
Club,
> dancer in the Dark, Usual Suspects ...
Bei so alten Sachen halte ich das für lächerlich. Natürlich
gibts Leute,
die es noch nicht gesehen haben, aber die werden wohl nicht so blöd sein
sich zuvor im Usenet die Psycho-threads reinziehen. Wenn doch, selber
schuld. Hier in drfm ist eine sinnvolle Regelung imho, dass gewarnt
werden soll, solange ein Film noch in Kinoerstverwertung läuft, und
auch nur bei relevanten Details, und nicht bei Sachen wie "Regisseur
hat Cameoauftrittt".
> verdirbt man jemandem, der die
> Geschichte noch nicht kennt, ohne Not den Spaß. Ich glaube nicht,
dass sich
> irgendwer daran stören würde wenn man hier verrät, dass
Hanks und Meg Ryan
> am Ende von Sleepless in Seattle ein Paar sind oder das Hidalgo das Rennen
> durch die Wüste gewinnt.
> Aber auch und gerade in einem Fall wie IAL, wo man erfährt, dass das
Ende
> im Buch anders ist und eine Menge Leute unter Garantie erst jetzt auf die
> Idee kommen, das Buch zu lesen, finde ich es extrem unhöflich
unnötig.
Umgekehrt lasse ich es mir ja noch einreden. Wenn man sagt, dass das Ende
in Buch und Film anders is, dass man hier das Filmende spoilerwarnen soll.
Aber doch nicht das Buchende.
*SPOILERWARNUNG*
Bei Wächter des Tages weicht der Film stark vom Buch ab.
Sorry, ich halt sowas nur für lächerlich.
>>Wenn man das vielleicht noch lesen wollte und beim diskutieren
>>zufaellig das Ende des Buches erfaehrt, dann ist das bloed, gebe ich
>>zu, trotzdem aber doch ein Einzelschicksal.
> Aber eben ein leicht vermeidbares, bei dem man IMHO nicht
übermäßig schlau
> sein muss, um daran zu denken und es zu umgehen.
In Summe macht das ganze Spoilergewarne, rot13en etc. von Uraltzeug,
wesentlich mir Aufwand, als der einsame Typ, der dann eventuell wirklich
ungewollt gespoilert wird an Nachteil dadurch hat.
Tom
Re: Kritik: I am legend
Wolfgang Krietsch wrote:
>Es hat niemand gefordert, jede Kleinigkeit zu spoilern - das fände ich
auch
>albern, und auch wenn hier versucht wird, mir durch Überzeichnung so
eine
>Idee anzudichten, ist das schlicht Quatsch.
Also nur die von Dir gewuenschten Kleinigkeiten? Woher sollen wir
wissen, was jeder einzelne an Trivia nicht erfahren moechte? Und wird
Dir der Spass an einem Buch wirklich durch das "gespoilerte" Ende
verdorben? Dir bietet ein Buch also ausser dem Ende nichts
interessantes?
>Aber das Ende von Geschichten, die relativ stark davon leben, wie es
>ausgeht, würde ich auch bei alten Sachen nicht ohne Spoilerwarnung
(was
>nicht ROT13 sein muß) ausplaudern. Bei Geschichten wie Psycho, Fight
Club,
>dancer in the Dark, Usual Suspects ... verdirbt man jemandem, der die
>Geschichte noch nicht kennt, ohne Not den Spaß.
Wird ja hier auch netterweise so gemacht, obwohl ein Teil der Filme
nun wirklich zu Klassikern zaehlt. Wer Psycho mit Spoilerwarnung will,
der will sie sicher auch zu Pnfnoynapn bqre Abfsrengh.
Aber in einer Diskussion ueber Oynqr Ehaarr wird man ja wohl mal
Vergleiche mhz Ohpu ziehen koennen, ohne das jemand "Ey, vielleicht
wollte ich das Ohpu noch lesen????" ruft.
>Aber auch und gerade in einem Fall wie IAL, wo man erfährt, dass das
Ende
>im Buch anders ist und eine Menge Leute unter Garantie erst jetzt auf die
>Idee kommen, das Buch zu lesen, finde ich es extrem unhöflich
unnötig.
Es ist Pech. Und seien wir ehrlich, Du hast Dich aufgeregt, nicht
"eine Menge Leute". Wir haben hier nicht bis zum Horizont
aufgebrachte
User mit Fackeln und Mistgabeln. Du moechtest derartige Kleinigkeiten
(welche genau weiss man ja nicht, also alle) mit Spoilerwarnung
versehen haben, also sollen alle sich nach Deinen Wuenschen richten.
Was ich fuer ein wenig egoistisch halte,
>Aber eben ein leicht vermeidbares, bei dem man IMHO nicht
übermäßig schlau
>sein muss, um daran zu denken und es zu umgehen.
Ja, warum hast Du weitergelesen? Waere vermeidbar gewesen? In einer
Filmgroup Informationen ueber Filme zu erfahren ist nun mal, hmm,
ueblich.
>Wenn tatsächlich jemand gefordert hätte, das bei jeder
belanglosen
>Kleinigkeit zu tun, gäbe ich Dir unumwunden Recht. nur gehts darum
nicht.
>
Da ich nicht weiss, welche unmassgeblichen Details Dir nicht bekannt
sind, moechtest Du aber genau das. IAL war lang genug in den Medien,
mehrfach war von qre Ohpuibeyntr zu hoeren. Wer so empfindlich ist,
sollte vielleicht einfach vorsichtiger lesen
Lutz
--
Sometimes youre a Louisville slugger, baby
Sometimes youre the ball...
Re: Kritik: I am legend
Rainer Georg Blankenagel wrote:
>
>Gespoilert zu werden ist ärgerlich. Spoilerwarnungserwartungen wie im
>konkreten Fall sind eine Zumutung.
Stimmt - dass Leute Höflichkeitserwartungen ihrer Mitmenschen als
Zumutung
emfinden, ist tatsächlich immer häufiger zu beobachten.
Bye
woffi
--
Its so simple to be wise. Just think of something stupid
to say and say the opposite.
- Sam Levenson
Re: Kritik: I am legend
Wolfgang Krietsch :
> Rainer Georg Blankenagel wrote:
>>
>> Gespoilert zu werden ist ärgerlich. Spoilerwarnungserwartungen
wie im
>> konkreten Fall sind eine Zumutung.
>
> Stimmt - dass Leute Höflichkeitserwartungen ihrer Mitmenschen als
Zumutung
> emfinden, ist tatsächlich immer häufiger zu beobachten.
Was durchaus auch daran liegen könnte, daß die Erwartungen in
Einzelfällen
in unübliche Höhen geschraubt werden.
So einfach, wie Du es darstellst, ist es imho nicht.
Rainer
Re: Kritik: I am legend
Wolfgang Krietsch schrieb am Sun, 27 Jan 2008:
> Rainer Georg Blankenagel wrote:
> >
> > Gespoilert zu werden ist ärgerlich. Spoilerwarnungserwartungen
> > wie im konkreten Fall sind eine Zumutung.
>
> Stimmt - dass Leute Höflichkeitserwartungen ihrer Mitmenschen
> als Zumutung emfinden, ist tatsächlich immer häufiger zu
beobachten.
Und wie fast immer, gilt das auch hier für beide Seiten...
MfG
Gerald
--
Das "fliegende Spaghettimonster", "Piraten" und globale
Erwärmung
oder US-Kreationisten beim Wort gepackt
Open letter to Kansas School Board: http://www.venganza.org/
Wiki dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes Spaghettimonster