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Filmkritik: Das Imperium der Wölfe


(2006-01-08 17:10:29)

Filmkritik: Das Imperium der Wölfe



Tomi Li
(2006-01-08 17:10:29)

Filmkritik: Das Imperium der Wölfe


Inhalt:



Also am Anfang war ein Hightech-Labor. ANNA HEYMES hat eine Untersuchung.
Irgendwas neurolgoisches. Sie hat Schmerzen, wird getestet. Geistig und
körperlich. Sie bekommt eine Reihe von Fotos zu sehen, kennt jeden, bis auf
einen, einen Beamten im Innenministerium, Ihr mann, 8 Jahre sind sie
verheiratet.



LAURENT holt sie ab, Ihr Mann, er ist besorgt, Professor ACKERMANN weiß
nicht wieso. Sie hat oft viele Aussetzer, seit einiger Zeit, und das hat
irgendwas mit einer Vergangenheit zu tun an die sich ANNA nur ganz wenig
erinnern kann. LAURENT meint, sie solle sich einer Biopsie unterziehen.



Sie will aber nicht. Sie arbeitet in einem Schokoladengeschäft. Auf einmal
kommt ein Mann daher, den kennt sie, sie weiß aber nicht woher.



In Sentier, einem Viertel von Paris, das ist gefährlich berüchtigt, wird
eine Wasserleiche gefunden. Das 3. Opfer schon. Polizist PAUL NERTEAUX
versucht einen ehemaligen Polizisten um Hilfe zu bitten. JEAN LOUIS SCHIFFER
(Jean Reno).



Dieser wurde zum Verbrecher, als er in Klein Türkei, so heißt das Viertel im
Jargon zu fest im Griff hatte, also er wurde sehr brutal mit den Leuten. Er
wurde Kriminell. Die Fotos der Wasserleiche, 25 Jahre alte Türkin,
wahrscheinlich arbeitete sie als Näherin, wurde stundenlange gefoltert. 70
Knochenbrüche wurden festgestellt. Und SCHIFFER erkennt, das ganze führt
nach Iskele. Ein türkisches Mafia Netzwerk. Das hat mit illegalen
Einwanderern, Drogen, Kinderpornografie, Waffen zu tun. Er kennt den Boss,
MALEK, den sucht er auch auf



In der Zwischenzeit wächst die Amnesie von ANNA und sie glaubt dass sich Ihr
Mann einer Gesichtsoperation unterzogen hat. Ihre Ärztin soll Ihr dabei
helfen. Doch MATHILDE URANO weiß auch nicht weiter. Und eines Tages in der
Nacht entdeckt sie an ihm einige, ihr unbekannte, Narben.



Infos:



Der Roman ist von Jean-Christophe Grangé hat als Ausgangspunkt für den Film
das National Geographic, und die Sunday Times studiert. Er hat es
ununterbrochen regnen lassen oder sehr oft halt, und das war eine große
Schwierigkeit für die Darsteller, denn Regen in der Nacht vor der Kamera
sieht man erst, wenn es um vielfaches stärker ist als die Dusche in der
eigenen Wohnung.



Gedreht wurde das ganze dann in der Türkei, und zwar in Anatolien. Dort ist
auch das Gebiet Kappadokien. 300 km südöstlich von Ankara in 1000 - 1200
Meter Seehöhe. Das ganze ist eine berühmte Region voll von Tuff, und da gibt
es den berühmten Berg Hasan Dag - 3.253 Meter hoch und der ist berühmt, weil
er eine schöne Aussicht bietet. Es ist auch eine wunderbare Landschaft, mit
berühmten Feenkaminen, die dort unten eine Art Naturwunder sind.



Diese sind im Weltkulturerbe der UNESCO verankert. Und das seit 10 Jahren. 3
Monate haben die Dreharbeiten gedauert. Damit Chris Nahon dort unten
überhaupt drehen konnte, mußte er hiesige bestimmte Leute bestechen. Man
durfte z.B. nicht den Völkermord an den Armeniern in den Film fließen
lassen, oder das Papstattentat durch den Türken, 1981, im Film vorkommen
lassen.



Meine Meinung:



Irgendwie erinnert mich der Film vom Thema her an Guido Knopp und seine
Hitler Dokumentationen am ZDF. Die Geschichte ist irgendwie ähnlich, auch
ähnlich wie "Die Purpurnen Flüsse - Engel der Finsternis", und zwar von der
Story her, von der Brutalität. Diese ganzen brutalen Elemente im Film, ich
frage mich wirklich ob das sein muß. Meine Freundin hat das eine oder andere
Mal die Augen zugehalten, weil teilweise die Brutalität von der Intensität
ungefähr die der von "Irreversible" ist. Diese grausame menschenverachtende
teilweise übersteigerte Form der Bösartigen Brutalität in Form von
gewissenloser Schlägerei und nervenaufreibenden Gewaltattacken finde ich für
den 120 Minuten Film etwas übertrieben.



Dann hat der Film einige Sautrottelelemente, wie im Parlament. Also da ist
doch diese eine Frau, da ist der Doktor, der untersucht sie, der findet was
von der Frau unter Ihren Fingernägeln, und jetzt kommts, er sagt, sie sei
eine Türkin. Am Anfang des Filmes z.B. bei einem gemeinsamen Essen da sieht
man einige ekeligen Fratzen. So ist der Film ja nicht so ekelig blutig, aber
irgendwie ist er durchgehend brutal, von den Texten her, es wird nicht
geschimpft, aber die Redeweise ist so deprimierend hart.



Da gibt es nichts zu lachen, nichts zu schmunzeln, keiner ist lustig, jeder
ist ernst, was für ein Leben. Und ich glaube langsam wird Jean Reno der ja
an sich ein guter Schauspieler ist, ein Trashmonster das schlimmer als Lino
Ventura ist, ich glaube der war mal sein Vorbild. Vielleicht ist ja auch der
Regisseur schuld daran das er so schlechte Rolle gespielt hat in dem Film.
Nicht übel war er ja, aber er war oft unnütz eingesetzt, hat einen
grässlichen Bart, und so grausliche Weiße Haare.



Reno macht das ja absichtlich für seine Rolle. Er hat abgenommen, er hat
sich tätowieren lassen, er hat sich so hergerichtet, das er aussieht wie ein
korrumpierter Polizist der von Selbstzweifeln zerfressen und fehlenden
Gewissensbissen zernagt ist, der brutal reagiert, lieber erst zuschlägt und
dann fragt, und auch schon dem einem mal die Finger abschneidet.



Visuell gesehen besticht der Film durch seine einzigartigen, trotzdem schon
oft gesehenen Bilder von Paris in der Nacht und von der Bösartigkeit der
Dunkelheit in kleinen Gassen, und von Nachbarn in hässlichen Häusern, aber
sonst ist der Film meiner Meinung nach nichts Besonderes. Anfangs ist mir
der Film an Nerv gegangen, dann war er wieder spannend, und gegen Ende hin
fand ich den Film blöd, dann wieder gut, dann kam er mir vor wie "Rambo 3"
und zu Ende war er wieder gut. Aber er hätte auch in 100 Minuten locker
gepasst.



Die Thrilleransätze im Film wandeln sich leider in keinen großen
Spannungsbogen über, der verschwindet dann nach einiger Zeit schon, leider.
Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, bis nach ¾ die Lösung kam, was denn
Jean Reno ist, der ein Bulle ist, ein richtiges Arschloch, und dann trägt er
Hawaiihemden, etwas eigenartig, aber das sind nur kleine Fehler über die man
hinweg sehen kann.



Warum z.b. sieht Ana im Film das Gesicht Ihrer Freunde als Zombieähnliche
Vampire? Warum ist die Optik, die Kamera oft so unscharf?, wieso ist die
Musik so beschissen, so unnötig und so grauslich? Warum sind die
Nebendarsteller oft interessanter als Hauptdarsteller Jean Reno? Und wieso
ist in jedem Französischem Film in letzter Zeit immer eine Martial Arts
Szene?



Vielleicht weil der Regisseur Chris Nahon (Kiss of the Dragon) so geil auf
Kampfszenen ist? Ich kann nur sagen, außer das ich die Antworten nicht alle
weiß, mir gefiel der Film nicht so gut. Er war zwar künstlerisch auf seiner
Art gut, er war deprimiert, böse und einzigartig irgendwie grauslich, aber
mir gefiel er nicht, deshalb auch nur



63 von 100


"Tuvok"

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