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Filmkritik: Land of the Dead


(2005-10-12 22:21:38)

Filmkritik: Land of the Dead


Inhalt:



Amerika irgendwann im 21. Jahrhundert. Es existieren nur noch Enklaven, die
von den letzten Menschen angeführt werden und eisern und brutal beherrscht
werden. Einer davon ist KAUFMAN (Dennis Hopper) der seine Leute auch
einteilt die in seiner Enklave überleben. In Fiddlers Green, wo nur die
reichen leben, und in Ghettos, wo Huren, und soziale andere Schmarotzer
leben.



Hin und wieder gibt es Söldner die sich zur Aufgabe machen die
Überbevölkerung von den Zombies zu dezimieren indem sie mit Ihren Waffen
durch die Straßen ziehen und die Zombies entköpfen die es verdient haben,
also eigentlich alle.



KAUFMAN ist ein richtiger Schmarotzer. Er nutzt die Armen aus, läßt sie in
Käfigen gegen Zombies antreten, dabei gibt es Wetten, er ist für die
Immobilien verantwortlich, ist reich, lebt in einem Hochhaus und kümmert
sich wenig um die Belange seiner Mitbewohner die arm sind. Für ihn ist Arm
sein ein Dreck.



RILEY (Simon Baker) und CHOLO (John Leguizamo) sind Söldner, die ständig
Nahrung und solche lustigen Dinge besorgen müssen, dazu haben sie einen
Autozug, den sie Dead Reckoning nennen, von dem aus mähen sie alles nieder
was lebt und 2 Beine hat.



RILEY will aber die Arbeit nicht mehr machen, er will in den hohen Norden
ziehen wo er eine Ruhe hat, am besten in die Einöde, und CHOLO will nach
Fiddlers Green ziehen, in die Siedlungen der Reichen, nicht mehr dort leben
wo er aufwuchs, in den Ghettos.



Nun passiert es das SLACK (Asia Argento) gerettet wird von einem Angriff der
Zombies in so einem Kampfkäfig und sich CHOLO anschließt. Leider will der
KAUFMAN aber erpressen und sich ein Appartement kaufen. Dead Reckoning hilft
ihm natürlich dabei. KAUFMAN aber wieder schickt RILEY los um die zu töten.





Infos über den Film:



Es gab über 100 verschiedene Zombies, die alle irgendwo in der Zukunft
herumtorkeln. Denn nach 1968, 1975, 1985 sind ja schon viele Jahre vergangen
und man könnte eigentlich sagen, wenn es einen Zusammenhang gäbe, es ist der
4. Teil einer Trilogie.



Der Film hier wirkt etwas anders als die anderen Filme bei den Zombies, was
vielleicht einen unerheblichen Teil daran liegt, das der SF Spezialist Greg
Nicotero allen Zombiedarstellern Kontaktlinsen geben ließ, die Ihre Augen zu
toten Gucklöchern machen, und den Zuseher noch dazu verunsichern sollten.



Er ist auch deswegen anders weil er zu den Darstellern meinte, das sie sich
so bewegen sollten als wären sie tot, und sie sollten auch etwas
improvisieren, und darum wirkt der Film auch als wäre er etwas echter als
die anderen, also mehr Direct to Video mäßiger, aber das ist meiner Meinung
nach auch ein Manko weil er eben langweilig wird von der Seite der
Darsteller her.



Das Auto in dem Film was vorkommt ist ein alter Laster der aussieht wie ein
Müllwagen, der wurde nur auseinander genommen und mit alten Rohren,
Blechteilen und Zugteilen neu verschweißt das er dieses futuristische Design
bekommt. Es ist 20 Meter lang, 3 Meter breit und hat sogar eine
Straßenzulassung, denn es mußte ja von einem Drehort zum anderen fahren.



Das was diesen Film eigentlich besonders macht ist die Tatsache das Romero
eine Art Fortsetzung die eh schon lange erwartet wurde aus dem Film machte,
indem er die Untoten zu etwas denkenden und gefühlsbetonten Wesen mutieren
ließ, was wohl daher kommt das in dieser Fast Realität 20 Jahre seit dem
letzten Zombiefilm vergangen sind, und die Zombies dazugelernt haben.



Da gibt es übrigens eine Firma die heißt KNB EFX Gruppe, die hat Filme wie
"Der Löwe von Narnia" oder "Ginger Snaps" oder "From Dusk till Dawn" mit
Effekten ausgestattet und hier bei dem Film auch, und ich muß sagen das es
denen sehr gelungen ist, denn der Film ist so Detailversessen das er mich
schon wieder an Ron Howard aus "Apollo 13" erinnert, denn dieser Regisseur
will auch jedes Tüpfelchen am I genau haben, was dem Film keinen Abbruch
tut, aber manchmal ist es eben nicht so ganz wichtig das man alles sieht,
hört und wahrscheinlich in 10 Jahren auch riecht.



Ein Grund ist noch zu nennen, wieso die Hauptzombies, der eine heißt Big
Daddy, der andere Nummer 9 glaube ich, so realistisch aussahen, denn es
waren keine Masken im Spiel sondern so wie früher wurde das Make Up einfach
in stundenlanger Arbeit direkt auf das Gesicht aufgetragen. Es sind so aus
Latex bestehende Gesichtsmaskenteile. Und was noch eine Analogie zu einem
anderen Film zu sehen ist, ein Zombie sieht aus wie Tom Savini aus "From
Dusk till Dawn" der sonst die Effekte für solche Filme macht. Schön
jedenfalls das alle Zombies unterschiedlich aussehen und nicht alle immer
gleich wie in früheren Zombiefilmen, die alle aussahen als kamen sie von der
Baustelle als Maurer.





Meine Meinung:



Ganz am Anfang des 90 Minuten langen Filmes dachte ich mir, was das für ein
Blödsinn ist, dann dachte ich, das es wieder eine Komödie ist, denn man
sieht so einen Zombie der schon lange übt ein Zombie zu sein, denn er ist
ein Zombie schon sehr lange, und zwar nach dem der Film "Zombie 2" gedreht
wurde Ende der 80 er Jahre, und der hat versucht eine Trompete zu spielen,
was mich wiederum an "Shaun of the Dead" erinnert hat, aber dann sah ich das
der Film alles andere als lustig ist, eher grauslich, und das spätestens bei
der Szene wo ein Zombie aus Wut weil er ein paar Lebende nicht erwischt hat,
den herumliegenden fast noch lebenden Kopf eines anderen Zombies mit seinem
rechten Fuß zermantscht hat, was mich wiederum an die Blödheit des Filmes
"Verdammt die Zombies kommen" erinnert hat, aber mit dem natürlich nichts zu
tun gehabt hat, denn der war viel genialer als der hier vorliegende neue
Film von George A. Romero.



Gut gefallen hat mir die Consumerschiene die im Film Kaufman gelebt hat. So
richtig materialistisch gierig, und das in einer Welt in der jeder noch mehr
jeden braucht als jetzt. Man merkt so richtig seine Skrupellosigkeit,
trotzdem bin ich von seiner darstellerischen Leistung nicht überzeugt, denn
ich weiß das Dennis Hopper viel mehr Potential hat als hier in dem Film
gezeigt.



Irgendwie ist das ganze auch ironisch, denn die Idee einen Panzer zu
stehlen, also ein Dead Reckoning Fahrzeug wie es heißt, und dann mit Hilfe
der Zombies, vorausgesetzt man zählt zu den unterpriviligierten
Mitleidensbewerten Kreaturen, das derzeitige futuristische
Zukunftsgesellschaftssystem anzugreifen, erinnert mich an eine umgesetzte
Verfilmung der Eat the Rich Aussage.



Was ich wiederum blöd finde, ist das man auch Zombies leben lassen kann wenn
sie einem helfen, denn diese Mistgeburten die sich nicht vermehren können
und alles dezimieren haben absolut keine Lebensberechtigung, aber die gute
Aussage an dem Film ist, das man erstmals sehen kann das ein Zusammenleben
zwischen Leben und Tod doch möglich ist.



Mir persönlich hat aber "28 Days" etwas besser gefallen, das damalige Remake
"Dawn of the Dead" hat mir von der Story her besser gefallen, dieser Film
hier war weitaus blutiger, obwohl er im Kino geschnitten ist und wohl auf
DVD uncut um einige Szenen aufbereitet veröffentlicht werden könnte, wohl im
Deutschsprachigen Raume weiß ich das nicht.



Anfangs hat mir der Film bei den Titelcredits sehr gut gefallen und ich
freute mich schon warmen Herzens auf eine Art Gothic Version von "The Night
of the living Dead" aber das was ich bekam ist eigentlich eine üblich blöde
Story, ohne jeden guten spannenden Hintergrund, auch wenn ein gewisser Teil
von Anspruch nicht zu leugnen ist.



Im 3. Teil der Quadrilogy wenn man es so mal sehen kann, der Version von
1985, ist es ja auch Dr. Logan der einem Zombie beibringt was Zahnbürste und
Rasierapparat sind, doch da wirkten diese einfachen Befehle des
Fleischerdoktors etwas interessanter, weil sie sich mit der Komplexität des
toten menschlichen Geistes der ja doch nicht so tot ist, besser
auseinanderzusetzen scheinten als in dieser Version hier, wo die Zombies
reagieren wie Talkshowgäste nach einer Arabella Kiesbauer Talkshow, und die
Menschen reagieren wie Andreas Türk.



Für Leute die natürlich auf stupide Gewaltattacken im Film abfahren ist
diese Version einer Zombiegeschichte natürlich nicht übel, trotzdem er
geschnitten wurde, aber mir gefiel ehrlich gesagt "Resident Evil" besser,
und auch bei "Cabin Fever" gab es einige bessere Szenen. Und damit meine ich
nicht den Gore, sondern die Szenen die einer gewissen Sozialkritik nicht
entbehren können.



Diese oberflächliche Schlachterei die hier in dem Film gezeigt worden sind,
erinnern mich an eine Studie über Anatomie in einer Prosektur eines großen
Spitales, denn man sieht fast wirklich jede Einzelheit in diesem Film die
den Menschen so zerbrechlich machen.



Das was mir gefallen hat an dem Film ist Dead Reckoning, das Fahrzeug, was
mir nicht gefallen hat ist das die Darsteller zwar anspruchsvoll aber
trotzdem blass wirkten, und das die Filmmusik nicht gut war, nicht so wie
bei "Day of the Dead" den Vorgänger von 1985, aber dafür hat mir wieder gut
gefallen das Dennis Hopper mit spielte, und das die Zombies so cool
aussahen, wiederum nicht so gut war, das der Film eigentlich nicht
anspruchsvoll ist und sozialkritisch wie sein Vorgänger vor 20 Jahren, aber
das ist bei Zombiefilmen so wieso nicht nötig.



Die Story mit der Luxus Enklave Fiddlers Green hat mich etwas gestört, denn
die Typen wirkten dort wie Idioten, denn wenn ich in so einer Welt leben
würde, würde ich sofort ausgezogen sein. Und erfreulich ist das in dem Film
nicht so viele Goreszenen geschnitten wurden, sondern einfach die Härte, die
Länge der Einstellungen im Sekundenbereich und einige Handlungsszenen, also
können sich auch Gorehounds der letzten Klasse den Film beruhigt im Kino
angucken, er ist grausig genug, und eigentlich unsinnig genug, wie meine
Freundin bemerkte, die sich bei dem Film doch eher wohl geekelt hatte,
überhaupt weil sie glaubte ich schaue mir mit Ihr einen Kinderfilm an.



Schade das dieser Film viele vorhersehbaren Elemente für den Zuseher
liefert, und nicht so einfach und wirksam ist wie seine 3 Vorgänger, da
speziell hat mir eben "Day of the Dead" eigentlich am besten gefallen. Wer
mir im Film gut gefallen hat ist z.B. der Hauptsympathisant Riley, den Simon
Baker spielt den man aus

"I, Robot" kennt, aber da ist nicht viel gewesen was er gemacht hat, aber er
war nett, jedenfalls besser als John Leguizamo, der den Latino spielt, denn
der hat so unnatürlich Skinheadmässig böse und hyper intelligent aggressiv
gewirkt, wie heute ein Hooligan der weiß welche Immobilie er kaufen möchte,
falls er Makler ist. Ich meine damit, er wirkte so übertrieben männlich, so
auf Schießen aus usw.



Die 2. Hälfte des Filmes zeichnet sich wieder dadurch aus, das die Action im
Hinblick auf die Grausamkeit gesteigert wurde, oder in Verbindung mit der
Grausamkeit der dargestellten Leichenverstümmelungen, und man hat sich etwas
vermehrt den Zerfleischungen von menschlichen teilweise nützlichen
Körperteilen zugewendet.



Abschließend muß ich sagen das ich mir mehr erwartet hätte und nicht so eine
einfache Geschichte sehen wollte, sondern eher was anspruchsvolles das auch
irgendwelche heimlichen Sonntagnachmittags Märchen Geschichten Erzählungen
zeigt und nicht nur so Gedärme rausreißen die eigentlich aussehen als wären
sie Gummischläuche aus Blut, aber das macht nichts, das sind eh nur kurze
unwichtige Szenen.



Ich empfehle den Film Familien die Ihre Kinder los werden wollen Mütter die
Ihre Ehemänner hassen, Kotztütenfirmen die Ihren Umsatz erhöhen wollen und
Gorehounds und vergebe



70 von 100


"Tuvok"
(2005-10-13 10:23:32)

Filmkritik: Land of the Dead



Tomi Li
(2005-10-13 10:23:32)

Filmkritik: Land of the Dead


Hallo Tuvok

> dazu haben sie einen Autozug, den sie Dead Reckoning nennen, von dem aus
> mähen sie alles nieder was lebt und 2 Beine hat.

Zombies leben aber nicht...


Michael Adler
(2005-10-13 10:30:33)

Filmkritik: Land of the Dead


Hallo Tuvok

> Und was noch eine Analogie zu einem anderen Film zu sehen ist, ein Zombie
> sieht aus wie Tom Savini aus "From Dusk till Dawn"

Was vielleicht auch daran liegt, das es Tom Savini ist....


Michael Adler

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