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route 66, der Open Source-Film
route 66, der Open Source-Film
Moin,
das klingt interessant...
,----
| http://www.route66-der-film.de/
| "Route 66 - ein amerikanischer albTraum" ist der erste Open Source
Film
| Deutschlands. Kopieren und Verändern erwünscht!
`----
..aber das...
,----
| Ein Gespenst geht um im Netz - das Gespenst des Open Source. Alle Mächte
| der alten Welt haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dieses
| Gespenst verbündet, die Konzerne und Studios, die Labels und
| Interessenverbände. Entspannt Euch. Wir machen Schluß damit. Wir
können
| auch von Toastbrot leben. Ab sofort gibt es Filme kostenlos.
`----
...ist mir dann doch eine Spur zu reisserisch, zumal Open Source und
kostenlos nichts miteinander zu tun haben. Aber immerhin wird der
Wikipedia-Artikel zu dem Thema verlinkt und auf creativecommons.org
ebenfalls. Warum das Dateiformat des Trailers allerdings ausschließlich
rm, wmv und mov sein muss, leuchtet mir nicht so ganz ein.
Ansonsten eine ausgezeichnete Idee.
Gruß,
Andreas
route 66, der Open Source-Film
route 66, der Open Source-Film
· Well, Andreas Kneib wrote:
> ,----
>| Ein Gespenst geht um im Netz - das Gespenst des Open Source. Alle
Mächte
>| der alten Welt haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dieses
>| Gespenst verbündet, die Konzerne und Studios, die Labels und
>| Interessenverbände. Entspannt Euch. Wir machen Schluß damit.
Wir können
>| auch von Toastbrot leben. Ab sofort gibt es Filme kostenlos.
> `----
>
> ...ist mir dann doch eine Spur zu reisserisch, zumal Open Source und
> kostenlos nichts miteinander zu tun haben.
Sie sind wohl dazu bereit, die Rohdaten des Filmes auf Festplatte zu
versenden (300GB oder so). Siehe
<http://www.heise.de/newsticker/meldung/54727>
| Um die Bezeichnung "Open Source-Movie" zu verdienen, stellen die
Macher
| auch die Quellen des Films zur Verfügung. "Jeder ernsthaft
Interessierte
| kann von uns die Rohdaten des Films bekommen", sagt Stefan Kluge von VEB
| Film. Das Rohmaterial belege 300 Gigabyte Speicherplatz und müsse per
| Festplatte verschickt werden. Alternative Fassungen des Films seien
| willkommen, betont Kluge. Allerdings verbietet die Lizenz eine
| kommerzielle Verbreitung.
Ralph
--
Suchmaschine - Standard - Rückgrat - Krise - Stegreif - Toleranz -
Haken
hören - Paket - asozial - Terabyte - umbrochen - entgelten -
intellektuell
Gebaren - Lizenz - delegieren - hältst - spülen - übertakten
- lies nach
selbstredend - Algorithmus - projizieren - nachweislich - voraus - eklig
route 66, der Open Source-Film
* Ralph Angenendt :
> · Well, Andreas Kneib wrote:
> > ,----
> >| Ein Gespenst geht um im Netz - das Gespenst des Open Source. Alle
Mächte
> >| der alten Welt haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dieses
> >| Gespenst verbündet, die Konzerne und Studios, die Labels und
> >| Interessenverbände. Entspannt Euch. Wir machen Schluß
damit. Wir können
> >| auch von Toastbrot leben. Ab sofort gibt es Filme kostenlos.
> > `----
> > ...ist mir dann doch eine Spur zu reisserisch, zumal Open Source und
> > kostenlos nichts miteinander zu tun haben.
> Sie sind wohl dazu bereit, die Rohdaten des Filmes auf Festplatte zu
> versenden (300GB oder so). Siehe
> <http://www.heise.de/newsticker/meldung/54727>
Danke, den Heise-Link kannte ich noch nicht!
Vielleicht zeichnen sich unabhängige Filmemacher in Zukunft weniger
durch schein-intellektuelles Gefasel und mehr durch solche
"handgreiflichen" Projekte aus. Das wäre doch mal etwas, bei dem
sich
die Filmförderung so richtig hinterklemmen könnte.
Hmm, ich sehe gerade:
,----[ <http://www.route66-der-film.de/de presse.html> ]
|
| Die Filmförderung wollte erst mal ein paar Namen hören; der FSK
sollten
| wir schon mal vorab 200 Euro überweisen - später würden wir
| schon sehen, wie teuer es wird, die großen Festivals brauchten
| 100 Euro um eine E-Mail zu schreiben:
`----
Okay, ich vergesse das mit der Filmförderung wohl besser...
Gruß,
Andreas
route 66, der Open Source-Film
Andreas Kneib schrieb:
> * Ralph Angenendt :
>>· Well, Andreas Kneib wrote:
>>>| Ein Gespenst geht um im Netz - das Gespenst des Open Source. Alle
Mächte
>>>| der alten Welt haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dieses
>>>| Gespenst verbündet, die Konzerne und Studios, die Labels und
>>>| Interessenverbände. Entspannt Euch. Wir machen Schluß
damit. Wir können
>>>| auch von Toastbrot leben. Ab sofort gibt es Filme kostenlos.
>
>>>...ist mir dann doch eine Spur zu reisserisch, zumal Open Source
und
>>>kostenlos nichts miteinander zu tun haben.
>
>>Sie sind wohl dazu bereit, die Rohdaten des Filmes auf Festplatte zu
>>versenden (300GB oder so). Siehe
>
>><http://www.heise.de/newsticker/meldung/54727>
>
> Danke, den Heise-Link kannte ich noch nicht!
>
> Vielleicht zeichnen sich unabhängige Filmemacher in Zukunft weniger
> durch schein-intellektuelles Gefasel und mehr durch solche
> "handgreiflichen" Projekte aus. Das wäre doch mal etwas,
bei dem sich
> die Filmförderung so richtig hinterklemmen könnte.
Klingt ganz nett, aber aus Erfahrung finde ich den Ansatz, auch wenns
nur um die Drehbuchentwicklung geht, eher zweifelhaft. Es erinnert zu
sehr an das Produzenten- und quasidemokratische Förderungsgremiumunwesen.
Alle Filme, bei denen ein Gremium mitredet, werden immer schlechter als
besser. Ob es Co-Produzenten oder Drehbuchdoktoren sind, die die
Drehbuchfassung 6-12 verantworten, oder Förderungsgremien, für man
die
voreilige Selbstszensur übt. Das beste ist immer der selbstständige
Autor und der selbstständige Produzent.
Natürlich ist ein Drehbuchkollektiv per se nicht schlechtes und US
Bücher werden auch oft verbessert, aber ich bin durch das deutsche und
europäische Puddingproduzenten-System und das deutsche
Förderungssystem
ein gebranntes Kind.
--
Reini Urban
http://xarch.tu-graz.ac.at/home/rurban/
route 66, der Open Source-Film
* Reini Urban :
> Klingt ganz nett, aber aus Erfahrung finde ich den Ansatz, auch wenns
> nur um die Drehbuchentwicklung geht, eher zweifelhaft. Es erinnert zu
> sehr an das Produzenten- und quasidemokratische
> Förderungsgremiumunwesen. Alle Filme, bei denen ein Gremium mitredet,
> werden immer schlechter als besser. Ob es Co-Produzenten oder
> Drehbuchdoktoren sind, die die Drehbuchfassung 6-12 verantworten, oder
> Förderungsgremien, für man die voreilige Selbstszensur übt.
Das beste
> ist immer der selbstständige Autor und der selbstständige
Produzent.
Wärest Du dafür, Filmförderungen gänzlich zu streichen,
bzw. die
verantwortlichen Gremien auszuhebeln? Da würden einige Leute (und nicht
nur die Mitglieder der Gremien) aufschreien. Ich denke da nur an Fatih
Akins Kommentar zur Kürzung der Hamburger Filmförderung ("Dann
gehe ich
nach Berlin, Heimat ist da, wo ich Kohle verdiene").
Gruß,
Andreas
route 66, der Open Source-Film
Andreas Kneib schrieb:
>* Reini Urban :
>>Klingt ganz nett, aber aus Erfahrung finde ich den Ansatz, auch wenns
>>nur um die Drehbuchentwicklung geht, eher zweifelhaft. Es erinnert zu
>>sehr an das Produzenten- und quasidemokratische
>>Förderungsgremiumunwesen. Alle Filme, bei denen ein Gremium
mitredet,
>>werden immer schlechter als besser. Ob es Co-Produzenten oder
>>Drehbuchdoktoren sind, die die Drehbuchfassung 6-12 verantworten, oder
>>Förderungsgremien, für man die voreilige Selbstszensur
übt. Das beste
>>ist immer der selbstständige Autor und der selbstständige
Produzent.
>
> Wärest Du dafür, Filmförderungen gänzlich zu
streichen, bzw. die
> verantwortlichen Gremien auszuhebeln? Da würden einige Leute (und
nicht
> nur die Mitglieder der Gremien) aufschreien. Ich denke da nur an Fatih
> Akins Kommentar zur Kürzung der Hamburger Filmförderung
("Dann gehe ich
> nach Berlin, Heimat ist da, wo ich Kohle verdiene").
Ich wäre dafür, das Geld direkt den Produzenten und Kinos zu geben,
und
nicht 10 Juries entscheiden zu lassen, welches Werk förderungswürdig
ist
oder nicht. Förderungswürdigkeit läßt sich leicht
definieren, auch
DellaMorte DellaMore zb wurde damals gefördert. Heute gäbs das nicht
mehr.
"Mux" hat schlußendlich auch darauf geschissen, die Gremien mit
revidierten Drehbuchfassungen zu beglücken. Was für ein toller Film
wär
das erst geworden, wenn er Geld dafür von einem mutigem und noch
potenterem Produzenten gehabt hätte! Das Sparen müssen merkt man von
vorn bis hinten, vor allem im Marketing.
Die Infrastruktur gehört gefördert, um das Hollywood Marketingkapital
endlich auszuhebeln. Siehe zB Südkorea. Die haben 60% Domestikanteil,
ein ultra-liberales Produzentenmodell, die besten Filme (imho) und das
beste Publikum weltweit.
Das deutsche Publikum halte ich auch für Spitze. Das sind kritische und
gebildete und patriotische Leute. Aber die Infrastruktur maßlos
überdehnt. Da müßte doch möglich sein, bessere Filme zu
machen, deren
Marketing zu fördern und die Leute ins Kino zu holen. Siehe zB. X-Filme,
oder die jüngsten Dokuerfolge. Gerade im letzten Jahr gab es ja einen
unglaublichen Quantensprung in der Qualität deutscher Filme.
Und 80 Mil. Zielpublikum ist vom Markt mit Korea vergleichbar. Dort
gleicht das der Prozentsatz aus. Große Filme haben dort 12 Mil. Seher,
hier noch ca 5 Mil.
--
Reini Urban
route 66, der Open Source-Film
* Reini Urban :
> Andreas Kneib schrieb:
> >* Reini Urban :
> >>Klingt ganz nett, aber aus Erfahrung finde ich den Ansatz, auch
wenns
> >>nur um die Drehbuchentwicklung geht, eher zweifelhaft. Es erinnert
zu
> >>sehr an das Produzenten- und quasidemokratische
> >>Förderungsgremiumunwesen. Alle Filme, bei denen ein Gremium
mitredet,
> >>werden immer schlechter als besser. Ob es Co-Produzenten oder
> >>Drehbuchdoktoren sind, die die Drehbuchfassung 6-12 verantworten,
oder
> >>Förderungsgremien, für man die voreilige Selbstszensur
übt. Das beste
> >>ist immer der selbstständige Autor und der
selbstständige Produzent.
> >Wärest Du dafür, Filmförderungen gänzlich zu
streichen, bzw. die
> >verantwortlichen Gremien auszuhebeln? Da würden einige Leute (und
nicht
> >nur die Mitglieder der Gremien) aufschreien. Ich denke da nur an Fatih
> >Akins Kommentar zur Kürzung der Hamburger Filmförderung
("Dann gehe ich
> >nach Berlin, Heimat ist da, wo ich Kohle verdiene").
> Ich wäre dafür, das Geld direkt den Produzenten und Kinos zu
geben,
> und nicht 10 Juries entscheiden zu lassen, welches Werk
> förderungswürdig ist oder nicht. Förderungswürdigkeit
läßt sich leicht
> definieren, auch DellaMorte DellaMore zb wurde damals gefördert.
Heute
> gäbs das nicht mehr. "Mux" hat schlußendlich auch
darauf geschissen,
> die Gremien mit revidierten Drehbuchfassungen zu beglücken. Was
für
> ein toller Film wär das erst geworden, wenn er Geld dafür von
einem
> mutigem und noch potenterem Produzenten gehabt hätte! Das Sparen
> müssen merkt man von vorn bis hinten, vor allem im Marketing.
> Die Infrastruktur gehört gefördert, um das Hollywood
Marketingkapital
> endlich auszuhebeln.
Dann müssten Fördergelder fließen von den Produktionsfirme bis
hin zu den
Kinos. Allein das Marketing zu fördern, ist IMO zu einseitig.
Natürlich
kann man einen Film bis zum Gehtnichtmehr bewerben wie beim Traumschiff
Surprise. Das muss dann aber noch nicht bedeuten, dass der beworbene
Film auch Leute ins Kino zieht.
Mux hat verhätnismäßig viele Leute ins Kino gezogen, weil er
als
Geheimtipp gehandelt wurde. Nicht zuletzt wurde in den üblichen
Kultursendungen über ihn berichtet. Die Frage ist, ob er noch mehr
Kinogänger angezogen hätte, wenn er wie ein Bully-Produkt mit
Käsesahne
und T-Shirt geworben hätte. Ich glaube nicht. Die Kinogeher mit Niveau
wären erst gar nicht reingegangen, die Masse hätte ihn sich aufgrund
der
Werbung angeguckt und wäre dann nach dem ersten Wochenende enttäuscht
weg geblieben.
Gruß,
Andreas