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Einstieg ins Filmen


(2004-10-03 21:21:30)

Einstieg ins Filmen


Hallo,

es scheint hier zwar nie groß diskutiert zu werden, aber laut Charta
scheint mein Anliegen hier wohl nicht OT zu sein.

Wahrscheinlich hatten hier viele schon mal das Gefühl, wie Godard oder
so einfach mal ein Kurzfilmchen zu drehen. Seinerzeit hat man sicher
günstig Super8 nutzen können, doch wie sieht es heute aus? Was sind die
Alternativen, was würdet Ihr empfehlen?

1. Super8: Die Kameras (auch bessere) gibts ja bei ePay zu angemessenen
Preisen. Das ist also nicht das Problem. Dieses liegt wohl eher bei den
Filmen. Lassen diese sich heutzutage noch in einem annehmbaren
Kosten-/Nutzenverhältnis erwerben und entwickeln? Anscheinend muß man
die ja an teure Fachlabore schicken und so...

2. Digitaler Camcorder: Zuerst: Ich mach die digitale Ästhetik nicht,
das Bild wirkt mir einfach zu künstlich. Gibt es Möglichkeiten, das
Material am PC so nachzubearbeiten, daß es wie gefilmt wirkt (Körnung,
etc.)?
Wie sollte ein Camcorder beschaffen sein, um der "engagierten
Kurzfilmeritis" zu genügen? Damit das Bild nicht hektisch wirkt, ist
sicher ein Stativ notwendig. Welche technischen Mindestanforderungen
sind einzuhalten, um ein annehmbares Ergebnis zu erhalten (ist natürlich
subjektiv, aber Eure Meinung interessiert mich trotzdem)?

3. Etwas anderes? Größeres Filmformat, 16mm oder so? Oder lassen sich
Kameras leihen?

Danke für alle Antworten, Kommentare, Meinungen, etc.!!!!
Andre


Andre Beckershoff
(2004-10-03 22:13:09)

Einstieg ins Filmen



Tomi Li
(2004-10-03 22:13:09)

Einstieg ins Filmen


Andre Beckershoff schrieb:
> es scheint hier zwar nie groß diskutiert zu werden, aber laut Charta
> scheint mein Anliegen hier wohl nicht OT zu sein.

Tja, scheint so ;-)

> Wahrscheinlich hatten hier viele schon mal das Gefühl, wie Godard oder
> so einfach mal ein Kurzfilmchen zu drehen. Seinerzeit hat man sicher
> günstig Super8 nutzen können, doch wie sieht es heute aus? Was sind die
> Alternativen, was würdet Ihr empfehlen?

Ich würde derzeit, wenn es erstmal nur ums Experimentieren mit dem
Selberfilmen geht, zu Digitalvideo greifen. Die Vorzüge liegen auf der Hand:
- man sieht *sofort*, was man "gemacht" hat,
- der Schnitt ist supersimpel,
- man kann vor allem im Audio-Bereich *deutlich* einfacher arbeiten als
bei Super8,
- der Kostenfaktor ist praktisch vernachlässigbar (Cassette mit 60
Minuten = 3 Euro).

Die "digitale" Ästhetik, wie Du sie nennst, ist für mich nicht so
tragisch. Erstmal zählt die Handlung, die Optik kann man später noch
verfeinern.

> Wie sollte ein Camcorder beschaffen sein, um der "engagierten
> Kurzfilmeritis" zu genügen? Damit das Bild nicht hektisch wirkt, ist
> sicher ein Stativ notwendig.

Es gibt kleine Steadycam-Systeme für die Hand. Die balancieren die
Kamera aus, so daß man auch "aus der Hand" gut filmen kann.

> Welche technischen Mindestanforderungen
> sind einzuhalten, um ein annehmbares Ergebnis zu erhalten (ist natürlich
> subjektiv, aber Eure Meinung interessiert mich trotzdem)?

- Großes, lichtstarkes Objektiv,
- echtes (!) 16:9 (nicht nur Beschneidung mit Schwarzbalken),
- gute Handhabbarkeit (tolles Wort...), die Kamera muß gut in der Hand
liegen,
- ggf. preiswerte Zweitakkus,
- manuelle Programme (Weißabgleich, manueller Fokus!),

> 3. Etwas anderes? Größeres Filmformat, 16mm oder so? Oder lassen sich
> Kameras leihen?

Ich halte für den "Einsteiger" ins Selberfilmen jedes analoge System
erstmal für riskant. Bis man das erste eigene Material sieht, muß man
Tage warten und viel Geld investieren. Probleme beim Dreh bemerkt man so
erst *deutlich* zu spät.

IIRC wird bei professionellen Produktionen parallel alles auch digital
aufgezeichnet. So kann man direkt am Set alle Szenen kontrollieren.

Gruß,
Alan

--
Bitte nur in die Newsgroup antworten! Re:-Mails rufe ich nur selten ab.
http://www.schwinde.de/webdesign/ ~ http://www.schwinde.de/cdr-info/
Mail: at 0815<at>hotmail<punkt>com ~ news-2003-10<at>schwinde<punkt>de


Alan Tiedemann
(2004-10-03 22:21:00)

Einstieg ins Filmen


Andre Beckershoff wrote:

> Hallo,

Hallo Andre.

>
> es scheint hier zwar nie groß diskutiert zu werden, aber laut Charta
> scheint mein Anliegen hier wohl nicht OT zu sein.

Ja schade eigentlich. Ist nen interssanntes Thema.

>
> Wahrscheinlich hatten hier viele schon mal das Gefühl, wie Godard oder
> so einfach mal ein Kurzfilmchen zu drehen. Seinerzeit hat man sicher
> günstig Super8 nutzen können, doch wie sieht es heute aus? Was sind die
> Alternativen, was würdet Ihr empfehlen?
>
> 1. Super8:

hab ich leider keine Erfahrung...


> 2. Digitaler Camcorder: Zuerst: Ich mach die digitale Ästhetik nicht,
> das Bild wirkt mir einfach zu künstlich. Gibt es Möglichkeiten, das
> Material am PC so nachzubearbeiten, daß es wie gefilmt wirkt (Körnung,
> etc.)?
> Wie sollte ein Camcorder beschaffen sein, um der "engagierten
> Kurzfilmeritis" zu genügen? Damit das Bild nicht hektisch wirkt, ist
> sicher ein Stativ notwendig. Welche technischen Mindestanforderungen
> sind einzuhalten, um ein annehmbares Ergebnis zu erhalten (ist natürlich
> subjektiv, aber Eure Meinung interessiert mich trotzdem)?

Ja, damit, genauer gesagt mit dem miniDV-Standard arbeite ich im Bereich
Ist auch für Amateure preislich interessant und gibt, gutes Licht und etwas
Können vorausgesetzt, eine Qualität die durchaus mit TV-Material
vergleichbar sein soll. (Besser und noch näher an sendefähiger Qualität,
was auch immer das ist, wird die Quälität allerdings, wenn Du eine teurere
3ccd-Kamera benutzt)

Was verstehst Du unter "digitaler Ästhetik"? Die Ästetik wird imho primär
durch die (Licht-)Situation des Gefilmten bestimmt...

Okay, DV sieht anders aus Film, aber das ist manchmal seehr camcorder-
spezifisch....

Bei DV kannst du viel durch Nachbearbeitung machen, auch das ganze etwas
"filmiger" aussehen lassen. Google mal nach "DV" und "film look"...


> 3. Etwas anderes? Größeres Filmformat, 16mm oder so? Oder lassen sich
> Kameras leihen?

Kann ich leider nix zu sagen...

> Danke für alle Antworten, Kommentare, Meinungen, etc.!!!!
> Andre
>

Als zusätzliche Infoquelle gibs noch z-netz.freizeit.video für allgemeine
Fragen oder de,comp.tv+video für Fragen bezüglich Computer und Video (DV-
Nachbearbeitung etc.) aber auch anderes wird da zumeist mitandiskutiert.

Viele Grüße

Alex


Alexander Teichmann
(2004-10-03 22:21:17)

Einstieg ins Filmen


Also sprach Alan Tiedemann:
> Andre Beckershoff schrieb:
>

>>Welche technischen Mindestanforderungen
>>sind einzuhalten, um ein annehmbares Ergebnis zu erhalten (ist natürlich
>>subjektiv, aber Eure Meinung interessiert mich trotzdem)?
>
>
> - Großes, lichtstarkes Objektiv,
> - echtes (!) 16:9 (nicht nur Beschneidung mit Schwarzbalken),
> - gute Handhabbarkeit (tolles Wort...), die Kamera muß gut in der Hand
> liegen,
> - ggf. preiswerte Zweitakkus,
> - manuelle Programme (Weißabgleich, manueller Fokus!),
>
>

Danke für Deine Ratschläge. Kannst Du ein Modell empfehlen, das ich in
Betracht ziehen sollte?

Danke,
Andre


Andre Beckershoff
(2004-10-03 23:39:56)

Einstieg ins Filmen


Andre Beckershoff schrieb:
> Also sprach Alan Tiedemann:
>> - Großes, lichtstarkes Objektiv,
>> - echtes (!) 16:9 (nicht nur Beschneidung mit Schwarzbalken),
>> - gute Handhabbarkeit (tolles Wort...), die Kamera muß gut in der Hand
>> liegen,
>> - ggf. preiswerte Zweitakkus,
>> - manuelle Programme (Weißabgleich, manueller Fokus!),
>
> Danke für Deine Ratschläge. Kannst Du ein Modell empfehlen, das ich in
> Betracht ziehen sollte?

Nicht direkt, ich filme, wenn, dann mit meiner alten Sony TRV 120E. Ist
inzwischen fünf Jahre alt und kann beispielsweise *kein* echtes 16:9.
Stört mich aber nicht - Bild und Ton sind gut, Bandmaterial ist billig,
auch bei Dunkelheit wenig Schwierigkeiten.

Ich filme allerdings eher dokumentarisch und nicht so sehr künstlerisch.
Mir fehlt das Team, die Ideen und die Zeit - Lust hätte ich schon, an
meinem ersten Spielfilm habe ich 1988 in der Schule mitgewirkt (Regie,
Kamera, Schnitt, damals noch alles analog mit Video8/VHS).

Gruß,
Alan

--
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Alan Tiedemann
(2004-10-04 09:57:01)

Einstieg ins Filmen


Hallo,

Alan Tiedemann schrieb:
>
> Andre Beckershoff schrieb:
> > Welche technischen Mindestanforderungen
> > sind einzuhalten, um ein annehmbares Ergebnis zu erhalten (ist natürlich
> > subjektiv, aber Eure Meinung interessiert mich trotzdem)?
>
> - Großes, lichtstarkes Objektiv,
> - echtes (!) 16:9 (nicht nur Beschneidung mit Schwarzbalken),

Wozu braucht man 16:9?

Schöne Grüße
Joachim


Joachim Parsch
(2004-10-04 11:18:28)

Einstieg ins Filmen


"Joachim Parsch" schrieb im Newsbeitrag
news:4161024D.F623994F@bunuel.franken.de...
> > - Großes, lichtstarkes Objektiv,
> > - echtes (!) 16:9 (nicht nur Beschneidung mit Schwarzbalken),
>
> Wozu braucht man 16:9?

Das ist tatsächlich eine zwiespältige Sache. Ich sitz ja ebenfalls gerade
an einem Kurzfilmchen und hab einiges an deutschen Amateur-Sachen zur
"Recherche" angesehen: 16:9 wird da oftmals einfach nur als
Pseudo-Kino-Filmlook eingesetzt, um "wichtiger" zu wirken, was aufgrund der
eigentlichen Video-Optik dann allerdings eher albern wirkt - besonders wenn
bildwichtige Elemente verdeckt werden und alle anderen gestalterischen
Aspekte nicht beachtet werden. Daher kamen für mein Filmchen diese
Poser-Balken erstmal nich in Frage...

Nach ein paar Probeaufnahmen stellten sich allerdings mehr Vorteile als
Nachteile heraus: man hat in Sachen Bildkomposition viel mehr Möglichkeiten
interessante Bilder zu arrangieren, weil man auch weniger Fläche beachten
muss. Ausserdem entspricht die horizontale Beite des 16:9 eher dem
natürlichen Sichtfeld des Auges als das TV-Vollbild, was der Bildaufteilung
und damit dem eigentlichen Anschauen des Films zugute kommt.

Was allerdings im Amateur-Sektor auch immer wieder unterschätzt wird ist
eine halbwegs gelungene Ausleuchtung einer Szene! Es reicht da selten
irgendwone Lampe hinzustellen. Man wird auch selten optimale Ergebnisse
erzielen, weil man selbst ja kein Profi ist, aber ein paar Grundprinzipien
hat eigentlich jeder Film-Interessierte mal mitbekommen...

Ich finds auch wichtig so viele Probeszenen wie möglich zu drehen, bevor es
ernst wird. Denn das Bild im Kopf sieht *immer* anders aus, als das im
Sucher. Wenn man ein paar Einstellungen mit Licht-Doubels zur Ausleuchtung
an festgelegten Drehorten dreht um zu sehen, wie das Bild überhaupt wirkt,
ist das schon sehr hilfreich - auch für die Beteiligten, damit die eine
Ahnung davon bekommen, was dem Macher eigentlich vorschwebt.

Ein Quantensprung ist für mich allerdings die digitale Schnitt-Bearbeitung
wie mit "Adobe Premiere", weil ich von früher nur noch diese umständlichen
Videoschnitt-Pulte kenne. Mittlerweile kann man ohne Aufwand punktgenau
schneiden und jedes Bild farblich optimieren...ohne diese Möglichkeiten wäre
ich das Filmchen gar nicht erst angegangen. Einen "Filmlook" wird man damit
wohl nie wirklich hinbekommen, aber wenn man nicht zwingend Hollywood als
Maß aller Dinge nimmt kann man damit ein paar feine Sachen anstellen...hoffe
ich zumindest... ;) ...

Grüße!


"Karsten Schreurs"
(2004-10-04 11:41:15)

Einstieg ins Filmen


Karsten Schreurs schrieb:
> Was allerdings im Amateur-Sektor auch immer wieder unterschätzt wird
> ist eine halbwegs gelungene Ausleuchtung einer Szene! Es reicht da
> selten irgendwone Lampe hinzustellen.

Genau. Licht ist unheimlich wichtig. Und was das Traurigste am
DV-Video(Film-)dreh is: Es ist hier noch schwieriger, richtig auszuleuchten,
als bei belichtetem Film, da der Kontrastumfang von DV wesentlich niedriger
ist als bei Film. Das heißt, man muss höllisch aufpassen, dass helles nicht
überstrahlt und dunkles nicht absauft - dafür hat man den enormen
Preisvorteil und dass man seine Aufnahmen gleich genau so, wie sie geworden
sind, begutachten kann (was Profis natürlich auch können, aber etwas[tm]
teurer ist).

> Ein Quantensprung ist für mich allerdings die digitale
> Schnitt-Bearbeitung wie mit "Adobe Premiere", weil ich von früher nur
> noch diese umständlichen Videoschnitt-Pulte kenne.

Ein Quantensprung war das sicher nicht ;-P

-Markus


"Markus Pinl"

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