Filmen
Interessante Seiten
- Handwerk Kalkulation
- majorca villas
- seniorenbetreuung
- Der beste Terminator
- "Der Pate" krächzt nicht
- Zeichentrick - Filmsuche "Mein Freund der Super V.I.P"
- Der Pate 1 - Bluterguss
- F: Der Pickup springt immer noch nicht an
- Synchronsprecher in der Werbung
- Der wohl lustigeste Film - Eure Meinung
- Re: Artikel in der WELT: Rauchverbote verdrängen die Unterschicht
- Originale Dialogliste des Films "Das Leben der anderen"
- Rambo 1 bis 4 in der Statistik
Der Untergang
Der Untergang
Giesbert Damaschke schrieb Thu, 16 Sep 2004 10:55:57 GMT
> der Trailer ist scheiße;
Neben der grauenhaft pathetischen Inszenierung hatte ich mich
beim Trailer besonders über den bescheuerten Satz "Ein Volk
wartet auf seinen Untergang" geärgert -- warum, dachte ich,
wartet "ein Volk" nicht auf seine Befreiung? Oder auf das Ende
der Naziherrschaft?
Das fiel mir gerade wieder ein, als ich Georg Seeßlens Artikel in
der "Zeit" las:
<zitat>
Offensichtlich weigert sich der Film, den Untergang des
Faschismus als eine Befreiung zu sehen. In seiner mythischen
Tiefenstruktur konstruiert er stattdessen Kontinuität: der
Hitlerjunge, der sich von seinem Wahn befreite, und die
Sekretärin des Führers, die am Ende doch das Leben wählte (im
Gegensatz zur dunklen Muse Hanna Reitsch), fliehen vor der neuen
Gefahr aus dem Osten
Der Untergang
Der Untergang
On Fri, 17 Sep 2004 14:08:08 GMT, Giesbert Damaschke
wrote:
Disclaimer:
Ich bin ja nicht der Schlaueste und ich sollte klugen Menschen
vielleicht lieber nicht widersprechen ...
>Das fiel mir gerade wieder ein, als ich Georg Seeßlens Artikel in
>der "Zeit" las:
... aber: ...
><zitat>
>Offensichtlich weigert sich der Film, den Untergang des
>Faschismus als eine Befreiung zu sehen. In seiner mythischen
>Tiefenstruktur konstruiert er stattdessen Kontinuität: der
>Hitlerjunge, der sich von seinem Wahn befreite, und die
>Sekretärin des Führers, die am Ende doch das Leben wählte
(im
>Gegensatz zur dunklen Muse Hanna Reitsch), fliehen vor der neuen
>Gefahr aus dem Osten
Der Untergang
Gerald Fix schrieb:
>Es gab mal eine Zeit, da hätten sich Gremliza oder Hans Mentz sowas
>angenommen. Jetzt tu ichs. O tempoa, o moes (*).
Größenwahn als Folge einer Leseschwäche. Sachen gibts.
cu
gd 8-)
--
Giesbert Damaschke München -- http://www.damaschke.de/
Zuletzt: Oldboy. Keine halben Sachen 2. Riddick. Girls Club.
Der Untergang
On Sat, 18 Sep 2004 10:48:55 +0200, Giesbert Damaschke
wrote:
>>Es gab mal eine Zeit, da hätten sich Gremliza oder Hans Mentz
sowas
>>angenommen. Jetzt tu ichs. O tempoa, o moes (*).
>
>Größenwahn als Folge einer Leseschwäche. Sachen gibts.
Ich glaube, man kann meinem Satz entnehmen, dass ich mich nicht (mal
annähernd) auf eine Stufe mit den Genannten stelle. Aber was hat das
mit Leseschwäche zu tun? (Dass ich Verständnisschwächen haben
mag,
räumte ich ein) Wo habe ich falsch gelesen? Und warum wäre der
Größenwahn die Folge dieser Leseschwäche? (Er ist, so ich ihn
habe,
nicht mal die Folge meiner Verständnisschwäche.)
--
Viele Grüße
Gerald Fix
Der Untergang
Hallo,
Giesbert Damaschke zitierte Grandmaster Seeßlen:
> <zitat>
> Offensichtlich weigert sich der Film, den Untergang des
> Faschismus als eine Befreiung zu sehen.
Also, so ein Unsinn. Da verwechselt mal wieder jemand Botschaft
und Inhalt des Films. Natürlich sieht keine der dargestellten
Figuren, die sich hauptsächlich aus den Spitzen der NS-Führung
rekrutieren, die anrückenden Allierten als Befreiung. Das hat
aber doch nichts mit der Grundaussage des Films zu tun.
Gruß, Martin
Der Untergang
Hallo,
Gerald Fix schrieb:
> ... das ist ausgemachter Feuilleton-Kitsch.
Seeßlen hat schon seit einiger Zeit aufgegeben, sich
in seinen Kritiken mit dem kritisierten Film zu beschäftigen.
Er schreibt eher Essays, in denen er seine mehr oder weniger
zusammenhängenden Assoziationen zum Thema beschreibt.
Mit dem Film an sich hat das leider nur noch selten zu tun.
Inwiefern man seine Essays dann als lesenswert einstuft, ist
wiederum Ansichtssache. Mir persönlich wäre manchmal etwas mehr
logischer Zusammenhang lieb. Bisweilen kommt aber auch sehr
Interessantes von ihm, besonders wenn er über allgemeinere
Themen schreibt.
Schöne Grüße
Joachim
Der Untergang
Gerald Fix schrieb Sat, 18 Sep 2004 11:03:18 +0200
>Wo habe ich falsch gelesen?
eigentlich überall, macht aber nix.
Seeßlen (der übrigens, Stichwort Gremliza, zu den
regelmäßigen
Autoren von konkret gehört) hat seine Kritik für die epd-film
noch mal umgeschrieben:
<schnipp>
"Der Untergang" schildert das Ende des Krieges nicht als
Befreiung, sondern als tragische Abfolge von Selbstzerstörung,
Opfer und Wiedergeburt. Das ist eine große Lüge, selbst wenn sie
aus lauter kleinen Wahrheiten zusammengesetzt ist. Der Faschismus
hat keinen Untergang, der Faschismus ist Untergang. Von jenem
Anfang an, dessen Ausblendung das Ende in falschem
Schicksalsglanz leuchten lässt.
http://www.epd.de/film/film index 30438.html
<schnapp>
cu
gd 8-)
--
Giesbert Damaschke, München -- http://www.damaschke.de/
Zuletzt: Hellboy. Oldboy. Keine halben Sachen 2. Riddick.
Der Untergang
On Mon, 27 Sep 2004 12:24:33 GMT, Giesbert Damaschke
wrote:
>"Der Untergang" schildert das Ende des Krieges nicht als
>Befreiung, sondern als tragische Abfolge von Selbstzerstörung,
>Opfer und Wiedergeburt. Das ist eine große Lüge, selbst wenn sie
>aus lauter kleinen Wahrheiten zusammengesetzt ist. Der Faschismus
>hat keinen Untergang, der Faschismus ist Untergang. Von jenem
>Anfang an, dessen Ausblendung das Ende in falschem
>Schicksalsglanz leuchten lässt.
Der liest halt hier mit :-) (Ja, ich weiß, ich sollte sowas nicht
sagen).
Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Das ist Filmkritik. Mir ging
es um Sätze wie "[das Hitlerbild lässt] keine Fragen offen, weil
es
gar keine Fragen mehr stellt". Das halte ich nach wie vor für Blabla.
--
Viele Grüße
Gerald Fix