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Computerspielverfilmungen (was: Re: Final Fantasy?)
Computerspielverfilmungen (was: Re: Final Fantasy?)
Thomas G. Liesner wrote:
So, Servus nochmal
>> Das die Qualiät scheisse war liegt nun wirklich nicht daran
daß es sich
>> bei Lara Croft um eine künstliche Figur handelt...aber das ist
ein
>> anderes Thema.
>Im Prinzip doch - wie bei bisher allen Spieleverfilmungen fehlt es an
>Substanz und Persönlichkeit, daß halte ich für keinen
Zufall, sondern
>das Problem eines nicht funktionierenden Medien-Wechsels. Eine gute
>Filmfigur kannst du für alles verwenden, eine Comic-Figut für
vieles,
>eine Spielefigur dagegen scheint fast automatisch zu dünn zu sein.
Na ja...das dürfte vor allem daran liegen daß bisher auch vor allem
die
Spiele verfilmt wurden die auch schon während des Spieles wenig Substanz
hatten.
Super Mario Bros, Double Dragon, Street Fighter...und eben auch Tomb
Raider waren vor allem Actionspiele. Das bei einem Actionfilm die
Grenzen zwischen dumpf und genial eng zusammenliegen liegt ja fast schon
im Genre begründet. Wenn dann noch hinzukommt daß da einer ein
schnelles
Geschäft witter (Dicke Titten und dicke Knarren), dann geht sowas
natürlich in die Hose.
Resident Evil hätte von der Story her das Potential zu mehr, wurde aber
leider von Produzent, Regisseur und Drehbuchautor auch nur wieder auf
stumpfes Geballere reduizert. (Ausserdem hat Heike Makatsch mitgespielt
;-)).
Und Final Fantasy? Das ist natürlich ein sehr krasses Beispiel, da auch
die Spiele schon verdammt kompliziert sind. Aber im Prinzip fand ich die
Story eigentlich schon cool.
WIe bei jedem Film kommt es also auf die Idee und die Umsetzung des
Stoffes an. Max Payne könnte z.B. funktionieren, und zwar sowohl als
Action- als auch als Gangsterfilm.
ciao
Patrick
--
"Sweden? I dont think so!"
Professor Hubert J. Farnsworth
Computerspielverfilmungen (was: Re: Final Fantasy?)
Computerspielverfilmungen (was: Re: Final Fantasy?)
Thomas G. Liesner wrote:
>>> Nein. ZT ist eine eigene Form mit Figuren, deren Mimik auf einen
realen
>>> Menschen übertragen oft lächerlicjh wirken würde,
aber man erwartet dort
>>> auch keinen "Realismus". Ein CGI-Film, der wie ein
Realfilm aussehen
>>> will, hakt daran, daß gute Realfilme ihre Wirkung sehr viel
stärker aus
>>> dem Zusammenspiel von Schauspielern holen als rein durch das
zugrunde
>>> liegende Skript.
>> Warum sollte denn ein Animationsfilm zwangsläufig aussehen wie in
echt?
>Siehe Subject - gegen CGI-Comics a la Shrek & Co sage ich ja nichts.
Na meinetwegen. Andererseits: Die Grenzen verschwimmen in so
einem...Genre natürlich.
>Bis auf die Tatsache, daß CGI-Gollum solange umgebaut wurde, bis
Serkins
>Gesichtszüge drauf passten, und daß dieselbe Mimik bei einem
Menschen
>als peinlich angekommen wäre ,hast du völlig recht.
Meine Güte...willst du jetzt kritisieren daß man mit dem Einsatz von
Computereffekten nicht gewartet hat bis man sie perfektioniert hat?
>> Und warum
>> eine CGI-Figur zwangsläufig eine Minik vergröbert musst du
mir nochmal
>> erklären.
>
>Weil das menschliche Minenspiel extrem komplex ist und schon bei einem
>Menschen nur zu einem Bruchteil gezielt gesteuert wird - ein CGI-
>Nachbau, der es hinkriegt, die Grundanimation des Animateurs so weit zu
>ergänzen, daß es wirklich perfekt menschlich wirkt, dürfte
noch in
>weiter Zukunft liegen.
Und? Wann soll man anfangen sowas zu erforschen wenn nicht jetzt?
>> Ausserdem: Was spricht dagegen auch eine Stimme per Computer zu
erzeugen?
>
>Dasselbe Problem. Eine überzeugende synthetische Stimme ist noch nicht
>in Sicht.
s.O.
>> das es das gibt will ich ja garnicht bezweifeln. Ich stelle mich
aber
>> nicht auf den Standpunkt: Animationsfilme sollte man nicht drehen,
>Es ging darum, die Personalkosten von Schauspielern durch Personalkosten
>von Animatoren zu ersetzen, sobald die Darstellungsqualität weit genug
>gekommen ist. Nicht um die Ablösung von ZT durch CGI.
Mir ging es nicht darum irgendwelche doofen Personalkosten einzusparen.
Mir ging es um deinen Ausspruch das Animationsfiguren niemals echten
Schauspielern das Wasser reichen könnten.
>Dito. Aber warum etwas Gutes durch etwas Künstliches ohne Mehrwert
>ersetzen?
Wer sagt daß es keinen Mehrwert hat? Meine Fresse...Computereffekte
ersetzen schon heutzutage vieles für daß man früher Stuntmen
brauchte.
SPidermans Flüge durch New York z.B. (Wobei sich die Animationsfirma da
etwas mehr Mühe hätte geben können). Man ist nichtmehr gebunden
an die
physikalische Kamera, an Wetter- und Lichteinfluss.
Ich rede jetzt garnicht von ersparten Produktionskosten, sondern ganz
einfach von der Vielzahl an neuen handwerklichen Möglichkeiten die in
solchen Filmen möglich sind.
>Der Star in James Bond ist die Rolle, die Action und die Bond-Tussies.
>Der Darsteller ist in dem Fall relativ unwichtig, solange er in die
>Rolle passt.
Danke, genau daß war mein Punkt. Man braucht keinen Star um Filme
erfolgreich zu machen.
>> Die waren ja auch keine Animationsfilme :-). Aber im Ernst: Nimm doch
>> mal das Argument für voll: Tomb Raider war nur deshalb so
erfolgreich
>> weil es eine Franchiseproduktion um die Animations(!)-Figur Lara Croft
>> war.
>Nein. Wenn es eine ähnlich erfolgreiche Comic-Reihe gewesen wäre,
hätte
>das genauso gereicht, es ging nicht um die Animations(!)-Figur, sondern
>um die Figur.
Na eben. Du erzeugst einen Star den es nicht gibt. Und schon rollt der
Rubel. Wo genau war nochmal der Unterscheid zum normalen FIlm?
>> Das die Qualiät scheisse war liegt nun wirklich nicht daran
daß es sich
>> bei Lara Croft um eine künstliche Figur handelt...aber das ist
ein
>> anderes Thema.
>Im Prinzip doch - wie bei bisher allen Spieleverfilmungen fehlt es an
>Substanz und Persönlichkeit, daß halte ich für keinen
Zufall, sondern
>das Problem eines nicht funktionierenden Medien-Wechsels. Eine gute
>Filmfigur kannst du für alles verwenden, eine Comic-Figut für
vieles,
>eine Spielefigur dagegen scheint fast automatisch zu dünn zu sein.
Ich hab in einem Extraposting darauf geantwortet, und mal nen neuen
Thread zu dem Thema aufgemacht..
ciao
Patrick
--
"Sweden? I dont think so!"
Professor Hubert J. Farnsworth