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Shrek 2 gesehen... :-(
Shrek 2 gesehen... :-(
Hi Peter, sind wir eigentlich noch on-topic? :-)
Peter Bruells hat am 06.07.2004, 14:22 geschrieben :
> Dann solltest Du evtl. keine generellen Äußerungen über
ihn machen.
Naja, das verhält sich ähnlich wie bei Joschka Fischer und seiner
Plastersteinvergangenheit.
Für mich, also unbedingtes IMHO im Sinne von sagenhaft subjektiv,
verkörpert eben jener John Wayne in all den Filmen, die ich gesehen
habe, einen Typus Mensch, den ich mal höflich als homo us-americanus
bezeichnen würde. The american way of life, der wilde Westen, der
einsame Reiter im Streit um idiotische Ziele, der schneller zieht als
andere, männlich, ein cooler Minister des albernen Gehens[tm], die Brust
pathosgestählt. Und wenn ich dann noch hinzu nehme, wie eklatant
schielend und verklärend in besagten Filmen die amerikanische Geschichte
dargestellt wird ... kurz: ich könnte kotzen :-) IMHO wie erwähnt.
Das sagt natürlich - und damit disqualifiziere ich mich erneut selbst -
nichts über den Mimen John Wayne und dessen vorhandene oder nicht
vorhandene Schauspielkunst. Aber er verkörperte in vielen Filmen eben
jenen Typus, den ich nicht abkann und rangiert somit unrühmlich in
meiner Hitlist of unliked US-Americans irgendwo zwischen George Walker
und Sylvester Stallone und kurz hinter Henry Kissinger im Mittelfeld :-)
Vielleicht ist er aber auch unschuldig und es liegt nur daran, dass ich
die Western der damaligen Zeit generell zum Kotzen finde :-D
Langer Rede, kurzer Sinn, lassen wir einfach John "Ich habe mir die Eier
beim Bullenreiten gequetscht" Wayne selbst Stellung nehmen:
"Das ist richtig. Ich habe ihn getötet, und ich kann damit leben. Ich
kann damit leben."
:-)
> Er ist mir da allerdings lieber als "Grashöpfer, Du mußt
noch viel
> lernen"- Laberer. :-)
Jedem Tierchen sein Pläsierchen, sage ich immer.
Nichts für ungut, Grüße.
--
Andreas Heck - http://www.andreasheck.de
Letzte 3: Harry Potter III - The Puniher - Shrek 2
Shrek 2 gesehen... :-(
Shrek 2 gesehen... :-(
Andreas Heck wrote:
>
> Für mich, also unbedingtes IMHO im Sinne von sagenhaft subjektiv,
> verkörpert eben jener John Wayne in all den Filmen, die ich gesehen
> habe, einen Typus Mensch, den ich mal höflich als homo us-americanus
> bezeichnen würde. The american way of life, der wilde Westen, der
> einsame Reiter im Streit um idiotische Ziele, der schneller zieht als
> andere, männlich, ein cooler Minister des albernen Gehens[tm], die
Brust
> pathosgestählt. Und wenn ich dann noch hinzu nehme, wie eklatant
> schielend und verklärend in besagten Filmen die amerikanische
Geschichte
> dargestellt wird ... kurz: ich könnte kotzen :-)
Du solltest einige seiner Filme einmal sehr viel genauer anschauen.
Ich empfehle Dir dringend John Fords "The Searchers" aka "Der
schwarze
Falke" [1], in dem John Wayne einen finsteren, berserkerhaften
Indianerhasser mimt, der zum Beispiel in einer Szene wie im Rausch
eine ganze Herde Büffel mit der Begründung abschlachtet:
"Wenigstens
kann sich kein Comanche mehr an ihnen gütlich tun.", der weiße
Frauen,
die zuvor bei Comanchen gefangen gehalten wurden, nicht mehr als
Menschen anerkennt und am liebsten erschießen würde und der am
Schluß
sogar den bereits toten Häuptling der zuvor von weißen Soldaten
niedergemetzelten Najeki-Comanchen skalpiert. Dieser "Moby Dick des
Westerns", wie er häufig kategorisiert wurde, zeigt Wayne in einer
seiner finstersten Rollen, läßt keinerlei Zweifel am Recht der
Indianer und läßt die unsympathischsten und lächerlichsten
Figuren,
nämlich das US-amerikanische Militär, mit der fürchterlichsten
Brutalität vorgehen. Das Abschlachten eines gesamten Najeki-Dorfes
durch die Kavallerie nimmt dabei bereits das mehr als zehn Jahre
später verfilmte Washita-Massaker aus Arthur Penns "Little Big
Man"
vorweg.
Johannes
Fußnoten:
=========
[1] http://www.imdb.com/title/tt0049730/
--
"Can I take my new car for a ride?" "Kathryn, the only thing
youll be
riding is me." Ryan Phillippe und Sarah Michelle Gellar in
"Cruel Intentions"
http://www.filmfacts.de/filme johannes.htm
Shrek 2 gesehen... :-(
Johannes Pietsch wrote:
>
> Ich empfehle Dir dringend John Fords "The Searchers" aka
"Der schwarze
> Falke" [1], in dem John Wayne einen finsteren, berserkerhaften
> Indianerhasser mimt,
Vielleicht hatte Ford ihm weismachen können, dass er den Guten in dem Film
spielt...
Aber ernsthaft - wenn ich ehrlich bin, fand ich Wayne-Filme eigentlich ganz
gut, und in der Tat besonders seine späteren Sachen, zumal er diese
gelegentlich mit Selbstironie zu würzen wusste.
Gruß,
Ralf
Shrek 2 gesehen... :-(
Johannes Pietsch hat am 06.07.2004, 18:34 geschrieben :
> Du solltest einige seiner Filme einmal sehr viel genauer anschauen.
Das will ich gar nicht bestreiten, zumal es schon Jahre zurück liegt,
dass ich sie gesehen habe. Allein, ... :-)
> Ich empfehle Dir dringend John Fords "The Searchers" aka
"Der schwarze
> Falke" [1],
Hmmm, wie erwähnt, es ist lange her, aber so gelungen der Film
"filmerisch" auch sein mag, ich habe ihn als extrem indianerfeindlich
in
Erinnerung, die durchweg als mordende Barbaren dargestellt werden. Und
genau das ist die Sichtweise der meisten Western der damaligen Zeit, die
ich nicht abkann, zumal sie historisch etwas ganz Entscheidendes
umkehrt.
Das nimmt jetzt natürlich nichts der schauspielerischen Leistung von
John Wayne, die ich auch nie in Abrede stellen wollte. Es ist der
oftmals verkörperte Typus gepaart mit der gerne praktizierten Umkehrung
von Gut und Böse gegenüber der Realität, auf die ich nicht kann.
Vielleicht tue ich aber Wayne und Ford schlicht aufgrund Desinteresse an
den kolportierten Themen unrecht, das will ich gar nicht ausschließen.
Aber seis drum: Vorurteil ist, wenn man trotzdem lacht, oder so ähnlich
:-)
Ich erkenne in "Der schwarze Falke", "Ringo" oder auch
"Rio Grande" zwar
sehr wohl das Können der Schauspieler nebst Regisseur, aber gleichzeitig
sehe ich entweder den "mordlustigen, hundsgemeinen Indianer" oder
aber
Figuren voll Klischees. Und wenn dann auch noch, wie im letztgenannten
"Rio Grande" Country-Music zum Besten gegeben wird, ist es ganz aus
:-)
Gestehen muss ich natürlich auch, dass es mir schon immer schwer
gefallen ist, zwischen einem Künstler X und dem Privatmann X eine klare
Trennlinie zu ziehen. Gerade bei Schauspielern scheint mir gesichert,
dass die privaten Ansichten und Erfahren auch sehr wohl Einzug in die
Darstellung der Figuren hält. Und eben da war Wayne einer, den ich nie
zum Essen eingeladen hätte. An dieser Stelle scheint mir auch
angebracht, auf John Waynes politischen Offenbarungseid hinzuweisen, den
er hinter und vor der Kamera in z. B. "Der grüne Teufel"
geleistet hat.
Bezeichnend auch, dass sich Wayne, der gebürtig Marion Morrisson hiess,
seinen Künstlernamen ausgerechnet nach dem Bürgerkriegsgeneral
"Mad"
Anthony Wayne gewählt hatte. Auch die Tatsache, dass er zu den
Mitbegründern der Motion Picture Alliance for the Preservation of
American Ideals gehörte, einem Verein von erzkonservativen Amerikanern,
denen alles Liberale verhasst war, bringt ihn mir nicht näher, sondern
lässt mich eher an den Rifle-schwingenden Charlton Heston denken.
Daneben hat er noch als "leftwinger" geltende Kollegen, so u. a. den
Drehbuchautor von "High Noon", beim "Ausschuss für
Unamerikanische
Umtriebe" angezeigt ... Naja, naja, da fällt es mir eben schwer,
seine
Filme nur rein aus Cineasten-Sicht zu betrachten.
Aber vielleicht bin auch einfach kein "echter Mann"[tm], wie Guido
Keller[tm] attestieren würde :-))
[...]
> Dieser "Moby Dick des Westerns", wie er häufig
kategorisiert wurde,
> zeigt Wayne in einer seiner finstersten Rollen, läßt keinerlei
> Zweifel am Recht der Indianer und läßt die unsympathischsten
und
> lächerlichsten Figuren, nämlich das US-amerikanische
Militär, mit der
> fürchterlichsten Brutalität vorgehen.
Versprochen, ich werde mir den Film noch einmal ansehen. Diese
anscheinend eindeutige Sichtweise *pro* indianische Rechte und *contra*
willkürlich mordende Go-West-Amerikaner scheint mir vor Jahren entgangen
zu sein.
Grüße.
--
Andreas Heck - http://www.andreasheck.de
Letzte 3: Harry Potter III - The Puniher - Shrek 2
Shrek 2 gesehen... :-(
Peter Bruells wrote:
> Roy Batty writes:
>> Masturbationswitzen?
>
> So habe ich die Szene verstanden, in dern sich Farquard mit der Hand
> unter der Decke Fionas Bild wiederholt vorspielen läßt und der
Spiegel
> angeekelt guckt.
Das lies mir jetzt doch keine Ruhe - und *ich* habe auf der DVD keine Hand
unter der Decke gesehen. Beziehst du dich auf die FSK18 Fassung?
Trotzdem danke für den Anlass, den Film mal wieder zu sehen.
Viele Grüße
Manuel
--
E-Mail Reply nur an manuel Bindestrich friedrich At t Bindestrich online
Punkt de
Shrek 2 gesehen... :-(
Angelique Presse wrote:
>> Das sowieso. Allein Eddy Murphys stimme wegen. Das is nich zu
>> uebersetzen.
>
> Siehe oben. Aber auch nicht zu verstehen, wenn man nicht verdammt
> gut darin geübt ist, Amerikaner sprechen zu hören. Ich für
meinen
> Teil habe mit dem Amerikanischen sowieso so meine Probleme. Aber
> Eddie Murphy übertrifft wirklich alles.
Na ja, man kriegt auch als Fremdsprachler bei Eddy Murphy genügend
Wortfetzen mit, um den ungefähren Inhalt seines Geplappers zu
verstehen. Feinheiten und Wortspiele gehen für mich zugegebenermaßen
verloren, sobald er mehr als zwei Sätze am Stück sagt.
Die Piepsstimmen von Shreks Befreiertruppe waren zum Teil auch
schwierig zu verstehen. Ansonsten hat sich die OV sprachlich wieder
einmal sehr gelohnt.
--
Bernd Gramlich Quod scripsi, scripsi.