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Filmkritik: peter Pan ( 2003 )
Filmkritik: peter Pan ( 2003 )
Filmkritik: peter Pan ( 2003 )
Peter Pan
Endlich wird dieses berühmte Märchen neu verfilmt, dachte ich mir
damals,
als ich die Version von Steven Spielberg gesehen habe. "Hook", ein
wahres
Meisterwerk, wo Pan leider vom erwachsenen Robin Williams gespielt wurde.
Doch es war ein wunderbares Märchen für Kinder und Erwachsene, auch
anhand
der hervorragenden Schauspieler, doch hat etwas gefehlt, nämlich das
Märchenhafte, genau das, was den Disney Zeichentrickklassiker damals
ausgemacht hat, nachdem jedes Kind sich gesehnt hat, bis es den Film im Kino
gesehen hat, und fortan nie wieder erwachsen werden wollte. Und ein Schwert
haben wollte, und ein Krokodil in der hauseigenen Kanalisation.
Die Geschichte stammt von einem Englischen Autor, J.M. BARRY, 9.5.1860 -
19.6.1937. Sie wurde vor über 100 Jahren erfunden, und bisher immer in
Theatern uraufgeführt, mit erwachsenen Männern in der Hauptrolle. Die
Geschichte von dem Jungen der nie erwachsen werden wollte, der schon als
Kind das mehr gehasst hat als alles andere, und von dem Mädchen dessen
Familie immer meinte, werde bald erwachsen, das sich entschied erwachsen zu
werden. Denn ohne das Erwachsensein fehlen so grundlegend wichtige Dinge wie
Liebe, Ehre, Hoffnung, Treue. Gerade diese Geschichte, die für jeden
passt,
egal ob Jung oder alt, egal ob Kleinkind oder Friedhofsdesserteur, gerade
diese hat der Regisseur PAUL HOGAN verfilmt, und das in einem 100 Minuten
langen kurzweiligen Film, der mir am Ende wie ein Halbstündliches
Märchen
der Gebrüder Grimm vorkam.
Noch nie hat es von dieser Geschichte eine Realverfilmung gegeben, noch dazu
mit Kindern in den Hauptrollen. Darum haben sich die Filmfirmen Columbia,
Universal und Revolution zusammengeschlossen, das Skript war einfach zu gut,
die Namen dahinter sowieso. Und obwohl so viele Newcomer dabei waren, finde
ich diesen Film mehr als gelungen. Alleine schon die Geschichte, sie hat
einen Reiz, dessen niemand sich entziehen kann. Doch nun zur Handlung:
1904, London, der Herbst hält seinen Einzug. Überall ist es kalt und
düster.
WENDY DARLING, 13 Jahre alt, ist die Tochter eines reichen Angestellten. Er
lebt in einem Haus, mit Gouvernante, einem Hausbernhardiner NANA, der das
Kindermädchen spielt, seiner Frau Mrs. DARLING, seinen 3 Kindern, WENDY,
JOHN, MICHAEL. WENDY ist die begabteste des Familienkinderclans. Ist sie
doch eine begnadete Märchenerzählerin, und so gelingt es Ihr, aus
Ihrem
reichen Sprachschatz stets die richtigen Worte für Ihre beiden knapp 10
Jährigen Brüder zu finden. Dadurch das sie sehr belesen ist, schafft
sie es
sogar den Physikbegeisterten, und sehr realistisch denkenden JOHN mit allem
möglichen zu beeindrucken, vor allem wenn es um Piraten, Elfen,
Aschenputtel
und Dornröschen geht.
Ihre Mutter ist eher die reservierte Dame, die nach einer Zweckheirat mit
Ihrem Mann sich an die Ehe erst langsam gewöhnt hat, aber dafür um so
eine
bessere Mutter abgibt, und stets gut gekleidet, höflich und vor allem nett
ist. Eine wirklich durch und durch gute Seele. Das Familienglück wäre
natürlich nicht ganz wäre da nicht Tante MILLICENT, so ne furchtbare
alte
ernste, realistische Schreckschraube, die gerade an diesem einen magischen
Abend entdeckt, das WENDY bald eine Frau wird, da sie einen versteckten Kuss
in Ihrem Mundwinkel hat, ein gewisses etwas, das Ihr bereits sagt, WENDY
sollte ein eigenes Zimmer bekommen.
Schlimm noch dazu, das die Eltern von Ihr, MILILCENT bitten, Ihr die Welt
des Erwachsenseins zu zeigen.
Bis zu diesem magischen Abend eben war alles noch in Ordnung, denn da ist es
passiert. WENDY hat schon des öfteren vor Ihrem Fenster bemerkt das da
etwas
nicht stimmt, doch nun hat sie es mit eigenen Augen gesehen, es ist ein
Junge der fliegt.
Sie weiß das Ihr diese Geschichte niemand glauben würde, am
wenigsten Ihre
Eltern, darum zeichnet sie die Geschichte auf, und wird prompt von der
Lehrerin erwischt. Ihr Vater soll benachrichtigt werden. Nachdem der
Schrecken mal ausgestanden ist, kommt es noch deftiger, denn dieser Junge
nimmt auf einmal sogar Kontakt mit WENDY auf. WENDY MOIRA ANGELA DARLING, so
stellt sie sich ihm an diesem Abend eben vor, dem Jungen der seinen Schatten
sucht, deswegen traurig ist, und dem WENDY den Schatten an das Bein näht.
Und so macht sie gleichsam Bekanntschaft mit der Fee GLÖCKCHEN. Eine Fee
wie
alle anderen, die nur Platz für ein Gefühl haben, und die sterben,
wenn
jemand in Ihrer Gegenwart die tödlichen Worte "Es gibt keine
Feen" sagt.
Natürlich will WENDY mehr wissen, und nachdem sie sieht das dieser Junge
der
sich als PETER PAN vorstellt fliegen kann, will sie es auch lernen, und
überredet Ihre Brüder mit zu kommen, denn es geht die Reise in eine
ferne
Welt, in eine andere Dimension, nach Nimmerland. Dorthin hinter den
Sternen, durch die halbe Galaxie nimmt sie PAN mit. WENDY muss natürlich
mit, nachdem PAN sie bittet, als Geschichtenerzählerin einzuspringen,
für
die verlorenen Kinder.
Als sie ankommen, und auf den Wolken liegen, sehen sie ein Schiff, das im
ewigen Eis gefangen zu sein scheint. Einem Eis das sie nicht entkommen
konnten. Es ist das Schiff von Kapitän HOOK, der Bösewicht auf dieser
geheimnisvollen Welt. Der HOOK, dem PAN vor Jahren die rechte Hand
abgeschlagen hat, die ein Krokodil gefressen hat und seitdem Jagd auf ihn
macht, weil es auf den Geschmack von Menschenfleisch kam.
Dieser gefährliche Freibeuter mit seinem besten Freund und Koch SMEE, und
seinen Mannen ist stets auf der Suche PAN zu töten.
Jetzt gibt es aber nur ein Problem, oder mehrere sogar. PAN dürfte WENDY
mehr mögen als er sich zugetraut, wodurch GLÖCKCHEN nicht
einverstanden ist,
da sie stets die Nummer 1 in seinem Herzen war, und deshalb schlecht auf
WENDY zu sprechen ist, und da ist dann auch noch HOOK, der auch eine
Geschichtenerzählerin braucht, denn er ist immer alleine, und so gibt es
bald einen großen Kampf, eine Entführung, und ein ziemlich furioses
Showdown.
Mehr will ich nicht verraten, den Film sieht man sich am besten mehrere Male
im Kino an. 1 x weil man seinen Neffen was zeigen möchte, man will ja
nicht
unhöflich sein, dann ein 2. x weil man seine Eltern mitnimmt, die schon
lange keinen guten Film mehr sahen, dann ein 3. X, weil man will die
Freundin ja auch nicht aus seinem Leben schon wieder ausschließen, naja
hin
und wieder will man sie schon dabei haben, als Ausweinpolster, denn
Tränenverworren ist der Film, dann muss man sich den Film als Filmkenner,
und Technikbegeisterter Amateur natürlich ein 4. X ansehen, und weil man
ein Patriot ist, und ein Vaterlandsliebhabender, und die EU nicht
schädigen
will, sieht man sich den Film ein 5. X an, weil auch der Kinobetreiber für
seinen Ferrari Testarossa so viel Super Benzin Bleifrei braucht, und seine
Frau hat so viele Lipizzaner Hengste, die braucht ne Menge Heu für die
Tiere, importiert aus der Mongolei. Und wenn man dann nicht genug hat, kann
man sich ja die DVD besorgen.
Was an dieser Geschichte so faszinierend ist, Pan ist verdammt selbstsicher,
wie ein Erwachsener, und was so geheimnisvoll an dieser Geschichte ist, ich
weiß gar nicht woher er kam der Pan, wie Nimmerland geworden ist, wie
alles
entstand, und wieso es Lichtjahre von der Erde entfernt, Menschenkinder
gibt. Ach wäre das schön, ein verdammt großes Waisenhaus in dem
alle Kinder
die alleine sind, glücklich sein dürfen.
Der Junge der Pan spielt hat etwas Schauspielerfahrung, und Hogan hat ihn
nicht nur deswegen genommen, sondern weil er ein besonderes Charisma hat das
andere Jungs nicht erfüllen konnten. Wer mir auch sehr gut gefallen hat
ist
Hook, auch ein bekannter Schauspieler, Jason Isaacs heißt er, und man
kennt
ihn als Bösewicht aus dem Film "Der Patriot". Der hat so was
markantes,
gemeines eckiges im Gesicht, wie ein böser Pflasterstein.
Natürlich hat Hogan in Australien den Film produziert, gedreht und dort
auch
super Filmspezialisten genommen die sich mit ner Menge Technik auskennen.
Und er hat sich sicher sehr eng an die Vorlage von Berry gehalten, aber
trotzdem einiges anders verfilmt, und das ganze wurde ein wunderbarer Film
für Erwachsene und Kinder.
Man sagt das der Film gewalttätig sei, und die knapp 15 Szenen die sie im
deutschen Kinofilm rausgeschnitten haben, finde ich eine Frechheit, aber
wenn man bedenkt, der Film ist ab 6 Jahren frei, finde ich das sie den Film
lieber ungeschnitten hätten lassen sollen, und ihn ab 12 freigeben sollen.
Es sind schon Szenen dabei wo Kinder geschlagen oder umgestoßen wurden,
wo
man sie gefesselt sieht, dann ist da einiges mit dem Krokodil, das schon
auch angsteinflössend ist. Also ich werde nach dem Film sicher nicht mehr
nackt in den Zoo gehen, und das Krokodilbecken aufsuchen, und mich mit einer
schwangeren Krokodildame paaren.
Gefallen haben mir so unzählige viele Szenen, vor allem weil ein sehr
hübsch
anzusehendes Mädchen, das nicht so modern, sondern so richtig 1904
mäßig
brav angenehm aussieht, sich in einen Jungen verliebt. Das war in einer Zeit
in der man einen Fingerhut als Kuss annahm, weil man eben damals nicht
schmatzend und Oralsexhabend in der Kutsche saß wie heute. Das war noch
eine
Zeit in der Anstand und Moral nicht sittenverstaubte Museumsrelikte waren,
und während einige Mädchen im Kino Zungenschlürfend an Pans
Ohrläppchen
hingen habe ich dauernd meine Freundin gekrallt und gefragt was die Reise
nach Nimmerland kostet, und bei 10 Trilliarden ? haben wir dann aufgehört
darüber zu diskutieren.
Der Film hat auch eines bewirkt, er macht einen nachdenklich. Nachdenklich
wie schön es ist ein Kind zu sein, wie sorgenfrei das damals war, wie
schön
es war die erste Liebe kennen zu lernen, heut zu tage lernst du als Frau die
erste Liebe mit etwas kennen wo Panasonic draufsteht, und als Mann lernst
du die erste Liebe kennen, mit etwas, wo man für ein Glas Sekt 50 ? zahlt.
Also alles irgendwie nicht so wie es sein sollte. Ist natürlich nicht bei
jedem so, am Land lernt man die erste Liebe kennen, mit einem lauten
Blöken
oder Ia Schreien.
Also zurück zum Film, die ganzen Feen wurden am Computer animiert, bis auf
die Nahaufnahmen von Glöckchen, und da ist die Frage, wie kann man so
süß
aussehen wie die Elfe im Film? Echt arg, und als ich aus dem Kino ging, habe
ich mal alle Autos und Kanaldeckel umgedreht und mich auf der Suche nach
Feen begeben, bis mir einige Ratten über den Weg liegen, und mich meine
Freundin unter den Blicken lachender Zuseher zurückzog und versuchte zu
erklären, die gibt es nur in Irland, da ist das Bier besser.
Toll finde ich das so eine Geschichte wie diese hier nach so vielen Jahren
immer noch Bedeutung hat. Es geht um Liebe, um das erwachsen werden, und man
sieht das die Computer und Gameboy verseuchte Jugend doch noch ein bisschen
Sinn für Moral, Anstand, und ein bisschen träumen hat.
Gut gefallen hat mir die Szene auch, wo man Hook mit seinem Technischen Arm
sieht, der sah nämlich wirklich gut aus, so richtig ausgefeilt, mit Haken,
Winden, Lederplatten, Gürtelriemen, echt toll, so was möchte ich auch
haben.
Als Requisite natürlich.
Toll war das so viele Schauspieler ohne Erfahrung so einen guten Film
rüberbringen können. Und ganz in den Mittelpunkt möchte ich
Wende schieben,
die Ihre Rolle wunderbar, elegant und so richtig einfühlsam dargestellt
hat,
so richtig ohne Lampenfieber.
Der Film hat knapp 100 Millionen US $ verschlungen, hat er doch 1.200
Spezial Effekte gehabt, und die hat er gebraucht. Alleine weil der Film
schon so bunt war, so viele Kostüme hatte, so viele Farbe, dauernd war was
los, nie sah der Film überladen aus, einfach wunder wunderschön der
Film.
Sehr zu empfehlen.
Ich habe keine Ahnung was ich dem Film für eine Wertung geben soll, aber
auf
alle Fälle über 90 %. Der Film ist für alle Altersklassen
geeignet, man muss
weinen, lachen, Traurig und glücklich kann man sein, man kann von dem Film
viel mitnehmen und vor allem viel träumen. Sehr zu empfehlen der Film.
90 % - irgendwas von 100 %