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Filmkritik: Dawn of the Dead


(2004-04-25 19:48:42)

Filmkritik: Dawn of the Dead


Das Remake des Klassikers aus 1978 dauert 100 Min. ANA ist Krankenschwester.
In dem Krankenhaus wo sie arbeitet, wird ein Mann eingeliefert, der von
einem anderen Mann gebissen wird. Während Ihre Schicht zu Ende ist, wird der
Mann noch untersucht, und sie fährt in Ihr kleinbürgerliches Leben, in einer
Kleinstadt zurück. Ihre Tochter VIVIAN übt Rollschuhfahren, Ihr Mann ist in
der Arbeit.



Am nächsten Morgen, 06:37, Ihr Mann wird aufgeweckt, VIVIAN steht vor der
Türe, ruhig, keine Bewegung zu sehen. Er wundert sich, und als er zu Ihr
hingeht, nachzusehen ob sie ein Problem hat, sieht er sie, blutverschmiert
stürzt sie sich auf ihn, beißt ihn in den Hals. ANA wacht auf, VIVIAN
flüchtet, ANA kann sich noch retten, denn Ihr Mann der gerade starb steht
kurz darauf später wieder auf um sie zu töten. Die Flucht gelingt Ihr knapp
und sie versucht mit dem Auto wegzufahren, doch nach einiger Zeit hat sie
einen Unfall den sie verletzt überlebt.



Gefunden wird sie vom Polizisten KENNETH ( Ving Rhames ) der ebenfalls auf
der Flucht ist, der nach Camp Pastor will einer Art Zufluchtstätte. Denn das
was hier abgeht, ist nichts anderes als eine Art Virus, der Menschen zu
lebenden Toten macht. ANA schließt sich KENNETH an, und sie treffen auf
ANDRE ( Mekhi Phifer ) mit seiner schwangeren russischen Frau LUDA, und
MICHAEL, die gerade von der Stadt kommen und ebenfalls auf der Flucht sind.
Zu fünft versuchen sie Hilfe zu finden, und kommen zu einem Einkaufszentrum.
Crossroads Mall. Sie schaffen es gerade sich zu verbarrikadieren als sie dem
nächsten Problem gegenüber stehen.



Drei Sicherheitswachbeamte, CJ, ein durchgeknallter Irrer, der sie
einsperren möchte, BART und TERRY, die mit gezogenen Waffen dastehen, und
sie nicht im Einkaufszentrum Zuflucht finden lassen wollen. Nach einigen
Differenzen versuchen sie gemeinsam diesem Problem gegenüberzustehen.



Nach kurzer Zeit kommt ein Truck auf das Einkaufszentrum zugerast. Wäre ANA
und MICHAEL nicht gewesen, CJ hätte sie nicht rein gelassen. FRANK ( Matt
Frewer ) mit seiner Tochter MONIKA, der gebissen wurde. ANA findet heraus,
das es ein Virus ist der sich leicht weiterverbreitet. Wer gebissen wird,
wird selber zu einem dieser Kreaturen. NORMA, die Fahrerin des Lkw´s war
dafür verantwortlich das sie 6 Menschen gerettet hat. Ihr Lebensgefährte
TUCKER selbst verletzt, wäre fast erschossen worden, weil er verletzt ist,
doch er war nicht gebissen.



ANA kann KENNETH noch gerade aufhalten, als er nach Camp Pastor fahren
möchte, um seinen Bruder zu besuchen. STEVE hat ihm nämlich erzählt, das
alle dort tot sind.



So mehr verrate ich nicht. Der Film ist eigentlich mehr ein eigenständiger
Film denn ein Remake. Der Regisseur muss ich sagen, hat hier ganze Arbeit
geleistet.



Vorweg gleich mal das negative:



Die Story ist etwas einfach, aber das ist bei einem Horrorfilm oft so. Was
mich auch gestört hat, er hat viel zu wenig Beziehungsgeschichte gehabt. In
dem Film war ne Menge an Action zu sehen, aber so wie im Original von 1978,
von George A. Romero, wo man viel mehr Zwischenmenschliche Beziehungen
gesehen hat, ist der Film weit entfernt. Es waren auch einige Explosionen im
Film, die zwar sehr gut gepasst haben, aber etwas sehr übertrieben waren,
und viel zu künstlich gewirkt haben. Die Dialoge waren oft einfach. Der
Mittelteil war etwas schwach, als man versucht hat die Akteure einfach
aufeinander loszulassen, mit dem Ziel zu sehen, was machen Menschen in so
einer Situation. Störend fand ich die grässliche Metalähnliche Musik und ein
schlecht gewählter Countrysong von Johnny Cash, der etwas verstörend wie ein
Sprechgesang wirkt, wo er in einer Art Sprache aus dem Alten Testament vom
Jüngsten Gericht sing. Dann noch einige viel zu schnelle Bilderabfolgen, und
viele kreischende Geräusche, die etwas zu laut und übertrieben waren, bei
Kampfhandlungen. Die Lebenden verwandeln sich sehr schnell in Zombies. Aber
nur Anfangs, denn etwas später sterben die Akteure, und man merkt das alles
langsamer vor sich geht



Jetzt das Positive:



Der Film hat ne Menge Action, und war damals das Original etwas langweilig,
war dieser Film spannend, hatte Action satt, und hatte gute Aufnahmen. Auch
waren nicht so viele hässliche übertriebene Madenverseuchte Leichen zu sehen
wie in einigen alten Zombiefilmen aus Italien oder Spanien. Ungefähr 10 x
habe ich einen halben Herzinfarkt bekommen, weil der Film irre spannend war.
Zu Beginn hat er schon eine schaurig mystische Stimmung aufgebaut, die er
teilweise sogar halten konnte. Gut war auch das man nicht so viele
Kopfschüsse sah, zum Selbstzweck, sondern rein zum Filmischen Zweck.
Glücklicherweise keine kreischenden unnütz herumstehenden, dauernd
ausgebluteten Teenies, oder sonstige Jungfrauschlampen die mit allen
möglichen Typen schlafen, und draufkommen das irgendwer ein
Kettensägenmassakrierender Mörder mit 50 cm Penis ist.



Die Welle der Horrorfilme die als Remake wieder ins Kino kommen reißt nicht
ab, und seitdem Klassiker wie Texas Chainsaw Massacre neu verfilmt wurden,
war es klar das dieser Klassiker nicht lange auf sich warten ließ. Wer weiß
was noch kommen will. Der Film ist wie eine Fahrt auf einer Hochschaubahn,
wo man sich fühlt, als würde man 33 Loopings machen. Dauernd geht es zur
Sache, von Anfang an ist es schon wild hergegangen, und bis zum Mittelteil
hat der Film gut durchgehalten, und ganz zum Schluss wieder gut
weitergeschreckt. Die Schauspieler können recht gut überzeugen, und spielen
Ihre Parts nicht übel. Auch wenn man sich mehr gewunschen hätte.



In dem Film wird es nie unfreiwillig komisch oder irgendwie blöd lustig.
Auch sieht man die ganze Zeit keine Hollywoodverkitschte Möchtegernkomödie,
sondern einen wirklich guten Action Horrorfilm. Es sind zwar ganz wenige
Kichersequenzen drinnen, aber die hat man schnell vergessen, wirken aber gut
zu dem eben gesehenen. Auch im Gorebereich ist der Film klasse, und kann
sich hinter seinem Original ruhig sehen lassen, denn was da für Gliedmassen
herumfliegen ist nicht übel, wenn man genau hinsieht, nur sieht man das
nicht in Großaufnahme, wo meine Freundin sehr dankbar war, die zuvor zu
Abend gegessen hat, und gar nicht gewusst hat was wir uns im Kino anschauen.



Dafür habe ich 8 x so viele Herzinfarktanfänge wie sie gehabt. Ich finde den
Film sehr gelungen. Auch wenn einige Szenen auf andere Filme schließen
lassen. Das ganze kam mir auch wie "28 Days later" vor.

Dadurch das die Geschichte auch glaubhaft bleibt, hat man es vermieden zu
übertrieben mit Waffen die Schauspieler herumballern zu lassen, oder
sonstige Dinge im Einkaufszentrum zu zerstören, was ich eigentlich schon ein
bisschen vermisst habe. Leider hat man nicht erfahren wie das ganze
entstanden ist.

Ich hoffe das der Film durch § 131 StGB durchrutscht.



Alles in allem ein Film den man sehr empfehlen kann, überhaupt für zarte
Gemüter, die so gerne Ihren Magen und Darmtrakt leeren wollen, bei einigen
unpassenden Gelegenheiten. Geeignet ist der Film für Maskenbildnerlehrlinge,
denn was hier für tolle realistische Masken verwendet wurden, echt wow.



Auf alle Fälle 87,01 von 100


"Tuvok"
(2004-04-25 22:01:57)

Filmkritik: Dawn of the Dead



Tomi Li
(2004-04-25 22:01:57)

Filmkritik: Dawn of the Dead


On Sun, 25 Apr 2004 19:48:42 GMT, "Tuvok"
wrote:

Wie wärs, wenn du dir deinen Käse, bevor Du ihn postest, nochmal
durchliest? Ungefähr 2 Rechtschreibfehler pro Zeile...

so long
oli
++++ MTV, get off the air! ++++
Videos: 600 Punk/HC-Shows unter http://www.punkvideos.de


Oliver Becker
(2004-04-25 20:10:14)

Filmkritik: Dawn of the Dead


Tuvok wrote:
> Ihre Tochter VIVIAN übt Rollschuhfahren, Ihr Mann ist in
> der Arbeit.

Das ist nicht ihre Tochter. Zitat Anna: "Say hello to your mum."

> schlecht gewählter Countrysong von Johnny Cash, der etwas verstörend wie ein
> Sprechgesang wirkt, wo er in einer Art Sprache aus dem Alten Testament vom
> Jüngsten Gericht sing. Dann noch einige viel zu schnelle Bilderabfolgen, und

Wieso findest Du diesen Song schlecht gewählt? Wenn er verstörend wirkt, hat
er seinen Zweck erfüllt, denke ich. Ich finde den Vorspann in Kombination mit
diesem Song ungefähr so genial wie die Schulszene aus Donnie Darko mit Head
over Heels.

Gruß,
Manuel


Manuel Kroehl
(2004-04-25 20:26:02)

Filmkritik: Dawn of the Dead


"Manuel Kroehl" schrieb im Newsbeitrag
news:c6h5v6$dtg$1@news2.rz.uni-karlsruhe.de...
> Tuvok wrote:
> > Ihre Tochter VIVIAN übt Rollschuhfahren, Ihr Mann ist in
> > der Arbeit.
>
> Das ist nicht ihre Tochter. Zitat Anna: "Say hello to your mum."

Wieso ist Vivian dann bei ihr zu hause und ihr mann sagt nichts als er
aufwacht
und wundert sich nicht das sie da ist?

> > schlecht gewählter Countrysong von Johnny Cash, der etwas verstörend wie
ein
> > Sprechgesang wirkt, wo er in einer Art Sprache aus dem Alten Testament
vom
> > Jüngsten Gericht sing. Dann noch einige viel zu schnelle Bilderabfolgen,
und
>
> Wieso findest Du diesen Song schlecht gewählt? Wenn er verstörend wirkt,
hat
> er seinen Zweck erfüllt, denke ich. Ich finde den Vorspann in Kombination
mit
> diesem Song ungefähr so genial wie die Schulszene aus Donnie Darko mit
Head
> over Heels.

war kein stimmiges lied


"Tuvok"
(2004-04-25 23:05:24)

Filmkritik: Dawn of the Dead


oliver becker wrote:
> Wie wärs, wenn du dir deinen Käse, bevor Du ihn postest, nochmal
> durchliest? Ungefähr 2 Rechtschreibfehler pro Zeile...

Wieso gibts immer noch Leute die auf diesen Troll reagieren?
:-)

Tom


Thomas Koller
(2004-04-25 23:16:08)

Filmkritik: Dawn of the Dead


Am 25 Apr 2004 23:05:24 +0200 schrieb Thomas Koller:

>Wieso gibts immer noch Leute die auf diesen Troll reagieren?

Das ist eine sehr gute Frage. Ich krieg das ja nur noch als Echo mit,
aber das nervt trotzdem.

Zu "Dawn of the Dead" hat die epd film übrigens eine sehr positive
Besprechung (mit Bezug zu Romeros Original), in der auch die Szene, die
ich ein wenig aufgesetzt fand (qvr Troheg) schlüssig begründet wird; ist
leider nicht online.

cu
gd 8-)
--
Giesbert Damaschke München -- http://www.damaschke.de/
Zuletzt: Dawn of the Dead. Big Fish. Taking Lives. Ghostbusters II.


Giesbert Damaschke
(2004-04-26 16:50:04)

Filmkritik: Dawn of the Dead


"Thomas Koller" schrieb im Newsbeitrag
news:408c2814@e-post.inode.at...
> oliver becker wrote:
> > Wie wärs, wenn du dir deinen Käse, bevor Du ihn postest, nochmal
> > durchliest? Ungefähr 2 Rechtschreibfehler pro Zeile...
>
> Wieso gibts immer noch Leute die auf diesen Troll reagieren?

Wieso gibts so Leute wie dich, die sowas fragen noch immer?


"Tuvok"

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