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Filmkritik: Lost in Translation
Filmkritik: Lost in Translation
Lost in Translation
Bei Filmen die ich nicht kenne, schleife ich immer meine Freundin mit, die
hat einen guten Geschmack und sagt mir dann immer freundlich ob irgendwer
mir ins Hirn geschissen hat oder nicht, wenn es ein Blöder Film ist, was
praktisch ist, denn so erspare ich mir das selbständige Denken über
einen
Film den ich nicht kapiere, z.B wie diesen hier, aber zuerst mal zur
Handlung des 100 Min. Filmes.
BOB HARRIS ( Bill Murray ) ist ein Mittelklasseschauspieler. Er hat schon in
einigen zweitklassigen Filmen mitgespielt, aber noch nie in einer Werbung.
Er braucht wohl dringend Geld das er einen Auftrag in Tokio annimmt, zu dem
ihn sein Agent schickt. Seine Frau LYDIA und seine 2 Kinder bleiben zu
Hause, warten nicht auf Daddy, also hat er nicht viel verloren zu Hause, ist
sogar froh über einen Ortswechsel, wenn das ganze nicht nur so
eintönig
wäre. Denn sein Auftrag ist es, für einen japanischen Whiskeyanbieter
eine
Werbung zu machen, die darin besteht, einem japanisch redenden L und R
verwechselnden Regisseur der sich mehr aufregt als ein Politiker, sein
Talent zu beweisen das er ruhig auf einem Sessel sitzen kann und hoffentlich
mit viel Intensität und langsamen Bewegungen, ein Glas Whiskey zu sich
nimmt, daran nippt und einen einfachen Text sagt.
BOB ist Zyniker, lebt in dem Hotel in dem nichts los ist, inmitten einer der
größten Städte der Welt, hat keine Freunde dort, versteht die
Sprache nicht.
Die Japaner sind ein Hochleistungsvolk, haben nur Arbeit im Kopf, dauernd
ist was los. Nur bei ihm nicht. Er fadisiert sich in der Bar, trinkend, er
schwimmt alleine im Swimming Pool während andere schlafen oder arbeiten,
er
hat nichts zu tun, das TV Programm bringt nur einen Dreck, sein Leben ist
nur ein paar Stunden wichtig in diesen 2 Wochen wo er in Tokio ist, er kann
nicht japanisch außer einigen Leuten die Englisch können, kann er
sich nur
mit seinen Dolmetschern bei Werbespot verständigen, auch der Auftritt in
der
japanischen Johnny Carsson Show bringt nicht den Kick den er sich erwartet
hat.
Ihm ist richtig langweilig, kein Antrieb, er würde am liebsten
durchdrehen.
LYDIA ist auch keine so liebende Frau, sie geht ihm am Nerv, er weiß
nicht
was er mit ihr machen soll, wo er sie einreihen soll, da sie doch sauer ist,
das er dauernd auf Reisen ist, seine Kinder wollen mit ihm nicht reden,
sprich sein Leben ist eine Anhäufung von schlechten Momenten.
CHARLOTTE ( Scarlett Johanssen ) ist um die 20, hat das gleiche Problem. Ihr
Mann JOHN
( Giovanni Ribisi ) ist Fotograf, Ihr war langweilig, darum ist sie mit ihm
mitgefahren. Nur blöd das er für seine Frau mit der er seit 2 Jahren
verheiratet ist, keine Zeit hat. Egal ob sie Liebe von ihm braucht, oder mit
ihm zusammen sein möchte, er hat nur seine Fotoshootings mit teils echt
hübschen kessen Bienen im Kopf, nein die 2 haben keinen richtigen
Gesprächsstoff, Auseinandersetzungen gibt es schon wenn sie raucht, er ist
Nichtraucher, dann verlässt er sie noch ein paar Tage, gerade das er Ihr
einen Schmatz auf die Wange gibt, Ihr Leben ist also sinnlos da unten, sie
kann nichts mit niemanden unternehmen, die Bar nervt langsam, und sie
beschäftigt sich mit Selbstfindungs und Sinn des Lebens Geschichten.
Dann treffen die beiden aufeinander, in einem Aufzug, ein Blickkontakt, wird
zu einem Trink Einladen in der Hotelbar, und die paar Stockwerke dazwischen
werden bald zu einer hinderlichen Freundschaftsbande.
Und der schlaflose BOB trifft auf die schlaflose CHARLOTTE und irgendwie hat
man dauernd das Gefühl das die beiden sich mehr als nur gut verstehen,
aber
beide können sich nicht mehr verstehen da sie einfach nicht frei sind, und
so geht man essen, gemeinsam Karaoke singen, ein paar Freunde treffen, in
ein paar Videocomputerladen herumlungern, und versucht gemeinsame Interessen
auszuplaudern.
Die Regie von Sofia Coppola, deren Vater Francis Ford ist und als
ausführender Produzent tätig war, ist wirklich gut nur viel zu ruhig.
Sicher
ist die Geschichte nicht für jedermann was und eine höchst
anspruchsvolle
Geschichte ohne herumfliegende Leichenteile. Das der Film aber eine
Oscarnominierung bekommen hat, ist mir ein Rätsel, denn ich habe nicht
viel
an diesem Film entdecken können was gut ist.
Sicher ist die schauspielerische Leistung vom Ex Ulknudel Talent Bill sehr
gut, sein Knautschgesicht lässt dauernd darauf hoffen das Bill ein paar
Witze macht, aber das einzige witzige an dem Film besteht aus der
Auseinandersetzung mit der Sprachbarriere, und einigen Situationskomikern,
die ab und an auftauchen.
Er spielt natürlich sehr gut den melancholischen Midlife Crisis Typen, der
nicht weiß wohin in der nächsten Zeit, und der in einer Stadt lebt
die ihm
als westlich verwöhnten Action Haudrauf Haudegen überhaupt nicht
zusage. Ein
Land das vom Glauben lebt, indem nur Arbeit das wahre Ziel ist, ein Land in
dem eine 40 m² Wohnung soviel kostet wie ein Ferrari Testarossa, in dem
die
Leute zwar viel verdienen aber immer so viel das sie gerade überleben,
nein
das ist nicht das Ding von Bill, und noch dazu seine Frau, die ihm am Nerv
geht. Da merkt man immer seine Traurigkeit und wie etwas von seiner Liebe zu
Ihr abbröckelt, nein das ist schon gut gespielt, auch seine Beziehung zu
Charlotte, die um 30 Jahre jünger ist, die er nicht anfassen darf, obwohl
die ganze Zeit seine wichtigsten 15 - 20 Cm was anderes sagen, doch er ist
ein Gentlemen, und weiß wo gegessen wird, er darf nicht und will nicht,
denn
er weiß was das für verheerende Konsequenzen haben würde.
Seine Mimik ist immer gut, er spielt zu allen Zeiten realistisch, doch das
ganze ist trotzdem so langweilig das ich in der Zwischenzeit die DNS meiner
Freundin auswendig gelernt habe, die ist 100 x komplizierter als meine, wie
halt bei allen Frauen.
Der Humor bei der ganzen Sache ist einfach in Szene gesetzt, und ich hätte
mir ein bisschen wenigstens mehr Humor gewünscht, auch wenn es ein
Uhrmacherhämmerchenmethoden Dings bums wäre, mir war das einfach zu
wenig,
doch gerade richtig für den Film, wenn man ihn als anspruchsvolles
Kunstwerk
sehen möchte.
Die Kamera war gut, nur hat es mich gestört, das dauernd so dunkle Szenen
waren, und wenig hell, viel hat sich in der Nacht abgespielt, vieles war
einfach ruhig unhektisch gefilmt worden und das ist eine Sache an die man
sich gewöhnen muss.
So jetzt zu Charlotte, meine Güte wie gerne hätten sie die ganzen
vollen
Kinobesucher im Saal nackt gesehen, ich natürlich nicht, ich bin ein
Gentlemen, zumindestens seitdem meine Freundin böse war als ich ihr von
Ihrem wunderschönen Körper vorgeschwärmt habe, also den von
Scarlett, aber
man darf ja nicht unzufrieden sein und nun brauche ich die E Mail Adresse
und die Private Telefonnummer von dieser Schauspielerin damit ich Ihr sagen
kann, das sie ein wunderbar zerbrechliches Gemüt hat. Und wenn sie da so
nackt vor dir liegt, ist sie auch ganz zerbrechlich, ähem, wie gesagt, sie
ist auch so ganz gut in dem Film sie spielt die Rolle der Frau die von Ihrem
Ehemann dauernd enttäuscht wird, wie von vielen Männern die dauernd
auf
Achse sind, und nur ans Geld denken. Sie ist noch etwas kindisch und nicht
so ganz taufrisch hinter den Ohren, aber sie weiß was sie will und das
bisschen Liebe bekommt sie von dem Trottel der sich Ehemann schimpft nicht.
Mir gefiel es wie sie als Charakterschauspielerin da herumläuft und
herumschauspielert und das alles so echt, das ist schon echt schön
anzusehen.
Sicher hätte sie in dem Film viel mehr machen können, sie hätte
Bob sagen
können das sie ihn liebt das sie mit ihm Sex haben möchte, das
hätte aber
die ständig in der Luft schwebende Romantik gestört, die aber immer
von der
Langeweile gebrochen wurde.
Alles in allem ein Film für Leute die sich gerne anspruchsvolle Filme
ansehen, und nicht nur ein Haudrauf Krawumm sehen möchten, überhaupt
jetzt
in der Fastenzeit wo Besinnung ein sehr wichtiger Tagesablauf ist.
68,10 von 100
Filmkritik: Lost in Translation
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